Senioren in Beuel

Wohnprojekte für ältere Menschen

Silke Gross,Gerd Hönscheid-Gross,Irmgard Lehnhoff-Schwarz,Charlotte Schaeder,Sibylle Niestroj

Silke Gross,Gerd Hönscheid-Gross,Irmgard Lehnhoff-Schwarz,Charlotte Schaeder,Sibylle Niestroj

Vilich-Müldorf. Bei einer Praxiswerkstatt im Mehrgenerationenprojekt Amaryllis ging es am Samstag um Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistung

Wie kann ich möglichst lange selbstbestimmt zu Hause wohnen – auch bei Unterstützungs- und Hilfebedarf? Mit dieser Frage beschäftigen sich zunehmend auch Wohnprojekt-Initiativen und Bewohner bestehender Wohnprojekte sowie Akteure der Quartiersarbeit.

Möglichkeiten und Varianten innovativer Wohnformen für Senioren sowie die „selbstverantwortete Wohngemeinschaft mit Betreuungsleistungen“ konnten Interessierte am Beispiel der Vilicher Wohngenossenschaft Amaryllis nun kennenlernen: Das Landesbüro innovative Wohnformen NRW hatte zu einer Praxiswerkstatt eingeladen, in deren Rahmen Konzepte, rechtliche Rahmenbedingungen, Aufbau und Organisation solcher ambulanten Wohngemeinschaften in den Blick genommen wurden. Die Teilnehmer erwartete neben einem Rundgang durch das Wohnprojekt Amaryllis und die benachbarte Villa Emma ein Gedankenaustausch mit Diskussion. „Ich bin hier, weil wir als Träger ein Mehrgenerationenhaus der besonderen Art planen und umsetzen“, erzählt Ursula Meeth: „Wir verbinden verschiedene Einrichtungen der Jugend- und Altenhilfe auf einem Grundstück und ergänzen das Ganze mit einem Seniorenwohnprojekt“, so die Leiterin des Seniorenzentrums Sank Elisabeth in Bornheim-Merten.

Dorothea Corts ist eigens aus Bergisch Gladbach angereist: Die Angestellte bei der Bauverwaltung hat ehrenamtlich einen Verein zum Bau von Mehrgenerationenhäusern gegründet: „Inzwischen ist das Thema aber auch bei der Stadt angekommen und ich bin heute quasi in offizieller Mission hier“, erzählt sie. Und zwar bereits zum zweiten Mal: „Ich finde das Engagement hier großartig. Wir planen gerade ein ähnliches Projekt, wie es hier in der Erweiterung vorgesehen ist“, begründet sie ihr anhaltendes Interesse: „Wenn wir das auch so gut hinbekämen, wären wir sehr zufrieden.“

Auch für die Veranstalter war der Workshop offenbar inspirierend: „Unter dem Titel 'Altengerechte Quartiere' veranstalten wir regelmäßig Fortbildungen. Das machen wir gerne mit Projekten vor Ort, und da ich bereits viel von diesem Projekt hier in Vilich-Müldorf gehört hatte, freue ich mich natürlich ganz besonders, dass ich dieses Referenzprojekt jetzt auch einmal persönlich kennenlerne“, sagte Aurelia Vietzen vom veranstaltenden Landesbüro.

Das Landesbüro innovative Wohnformen bietet im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen Beratungen für Gruppen und Einzelpersonen an; neben dem Kölner Büro ist eine Geschäftsstelle in Bochum für Westfalen-Lippe zuständig. Außer einem Kostenbeitrag von zwölf Euro für Getränke und Imbiss war die Veranstaltung für die Teilnehmer kostenlos.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.aq-nrw.de oder zum Bonner Projekt unter www.amaryllis-bonn.de.