Durch Limperich gelaufen

Wildschwein schwimmt durch den Rhein bei Bonn

Bonn. Ein Wildschwein im Rhein hat am Mittwoch die Polizei in Atem gehalten. Das Tier war zuvor durch Limperich gelaufen und hatte dabei auch einen Radfahrer verletzt.

Ein umherirrendes Wildschwein in Limperich ist am Mittwochmittag im Rhein gelandet. Wie Robert Scholten von der Bonner Polizei mitteilte, meldeten Anwohner gegen 11.15 Uhr ein Wildschwein im Bereich der Rhenusallee in Limperich, das in Richtung Rhein laufen würde. Zehn Minuten später prallte das Schwein am Drachenfelsweg gegen ein Fahrrad.

Der 61-jährige Radfahrer habe noch ein Grunzen aus einer Einfahrt gehört, bevor die Sau ihn über den Haufen gerannt habe. Der herbeigerufene Rettungswagen konnte allerdings schnell wieder abziehen, da der Verunglückte zum Glück nur leicht verletzt wurde. Via Dietrich-Bonhoeffer-Straße machte sich das Tier nach der Attacke wieder Richtung Rhein auf den Weg, wo es vergeblich versuchte, das Rheinschiff "Hansestadt Hamburg" zu entern.

Auf Höhe des Römerbades sichtete die Besatzung der Viking 9 der Wasserschutzpolizei das schwimmende Schwein etwa 20 Meter vom Ufer entfernt. Die Beamten begleiteten das Tier stromabwärts, wo es sich dann bei Rheinkilometer 658 gegenüber des Kemper Werts auf den Weg nach Schwarzrheindorf machte.

Um 13.15 Uhr konnte Scholten dann Entwarnung geben: "Das Schwein ist aus dem Rhein". Der aktuelle Aufenthaltsort sei leider noch nicht wieder bekannt. Das Tier verstecke sich im ortsnahen Hochwasserbereich. Ob die Sau zu einer vor wenigen Tagen von der Wasserschutzpolizei gesichteten dreiköpfigen Rotte gehört, die den Strom von Godesberg kommend in Oberkassel wieder verließ, konnte der Polizeisprecher noch nicht anschließend bestätigen.