Trauer um Beueler Politiker

Werner Rambow im Alter von 59 Jahren gestorben

Werner Rambow wurde 59 Jahre alt.

Werner Rambow wurde 59 Jahre alt.

Beuel. Der Grünen-Politiker starb im Alter von 59 Jahren. Von 2012 bis 2014 war er in Beuel Bezirksbürgermeister. Er war denkmalpolitischer Sprecher der Ratsfraktion und aktiver Fluglärmgegner.

Der Stadtbezirk Beuel trauert um Werner Rambow. Der ehemalige Bezirksbürgermeister ist am Dienstag nach langer schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren gestorben. Rambow war nach seiner Wahl 2012 der erste Grünen-Politiker, der in Bonn den Posten eines Bezirksbürgermeisters bekleidete. Bis zur Kommunalwahl 2014 setzte er seine politischen Akzente in Beuel um.

Rambow war der „etwas andere“ Politiker: Er fuhr oft mit dem Fahrrad zu seinen Terminen, er lebte Bürgernähe und Offenheit. Aber er hatte auch seine Ecken und Kanten: Als Grüner rieb er sich gerne mit Partei und Fraktion. Im Winter 2013 gipfelten die innerparteilichen Auseinandersetzungen mit seiner Androhung, die Grünen zu verlassen. Klärende Gespräche mit der Bonner Ratsfraktionsspitze verhinderten den Parteiaustritt.

Rambow saß seit 2005 in der Bezirksvertretung Beuel und war bis zuletzt zweiter stellvertretender Bezirksbürgermeister. Er war denkmalpolitischer Sprecher der Ratsfraktion und aktiver Fluglärmgegner. Ein wenig traurig, aber auch stolz war Werner Rambow auf sein Wahlergebnis 2014: Weniger als 40 Stimmen fehlten ihm damals, um das Direktmandat in Beuel-Mitte zu gewinnen. „Wir verlieren nicht nur einen fähigen Kommunalpolitiker, sondern auch einen guten Freund. Wir werden sein verschmitztes Lächeln, sein Engagement, seine Zuverlässigkeit und sein Durchhaltevermögen vermissen“, erklärte Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt.

Mit Leib und Seele Kommunalpolitiker

Doro Schmitz, Fraktionsvorsitzende der Beueler Grünen, sagte am Mittwoch: „Ich bin sehr traurig über den Tod von Werner Rambow. Er war mit Leib und Seele Kommunalpolitiker, der für Beuel viel erreicht hat.Wir waren immer ein gutes Team. Er war mein Lehrmeister, als ich in der Kommunalpolitik anfing, und ich habe tiefen Respekt vor seiner Arbeit. Es schmerzt, dass wir mit ihm nicht nur einen sehr fähigen Kommunalpolitiker und guten Strategen, sondern auch einen guten Freund verlieren.“

Guido Déus (CDU), Rambows Nachfolger als Bezirksbürgermeister, erklärte am Mittwoch: „Der Tod von Werner Rambow ist eine Nachricht, die mich sehr traurig macht. Werner war einer der Grünen, mit denen man immer verlässlich zusammenarbeiten konnte, ein Mensch, den ich sehr geschätzt habe. Er ging auf die Menschen zu, war offen und fähig zuzuhören und eben nicht nur in politischen Schubladen zu denken. Absprachen mit ihm wurden immer eingehalten, unsere Zusammenarbeit hat Spaß gemacht.“

Auch Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan äußerte sich am Mittwoch bestürzt: „Wir alle schulden Werner Rambow Dank für sein großes ehrenamtliches Engagement und für die Energie, die er in die Belange des Stadtbezirks Beuel eingebracht hat.“ Er habe die Position des Bezirksbürgermeisters bürgernah ausgefüllt und in der Bezirksvertretung Konsens in wichtigen Fragen erzielt und tragfähige Lösungen für die Beueler Bürger gefunden.„Mein Beileid gilt den Angehörigen und seinen politischen Wegbegleitern“, sagte das Bonner Stadtoberhaupt.