Schlechte Luft bei Feuerwehrmännern

Wehrleute schwitzen in der Beueler Feuerwache

Symbolfoto

Symbolfoto

Beuel. Die Sozialliberalen im Bonner Stadtrat fordern eine Klimaanlage für die Beueler Feuerwehr. Die Bonner Feuerwachen werden ab 2018 grundsaniert.

Auch wenn sich derzeit viele nach sommerlichen Temperaturen sehnen, für die Männer der Beueler Feuerwache hat das kühlere Wetter der letzten Tage für ein deutlich angenehmeres Arbeitsklima gesorgt. Denn die Räume der Feuerwache 2 heizen sich schnell auf. Die Raumtemperaturen übersteigen bereits früh morgens die 35-Grad-Marke, beklagten sich die Wehrleute mehrfach in der Vergangenheit.

Auf eine nächtliche Abkühlung warte man vergebens. Arbeitsbedingungen, die für die Bonner Sozialliberalen „unerträglich“ sind. „Da Rettungseinsätze ein hohes Maß an Konzentration erfordern, müssen sich die Feuerwehrmänner und -frauen in einsatzfreien Zeiten optimal regenerieren können. Dies ist unter den gegebenen Umständen nicht möglich“, erklären sie. Sie fordern daher die Verwaltung auf, zügig „geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, notfalls durch Installation einer Klimaanlage.

Die Stadtverwaltung kennt die Probleme der Beueler Wache. „Dem Städtischen Gebäudemanagement als Eigentümer der Bonner Feuerwachen sind bauliche Mängel, vor allem auf Grund des Alters der Gebäude, bekannt. Beim SGB müssen aber auch viele andere Nöte mit zu geringen Personal- und Finanzressourcen erledigt werden“, so Stadtsprecherin Monika Hörig.

Alle drei Wachen der Berufsfeuerwehr müssten wegen ihres Alters grundsaniert oder neu errichtet werden. Dies sei seit Langem bekannt und schon vielfach diskutiert worden. 2018 solle mit der Grundsanierung der Feuerwache Bad Godesberg begonnen werden. Im Anschluss soll die Renovierung oder ein Neubau der Feuerwache 1 am Lievelingsweg folgen.

Später werde dann die Beueler Wache überholt, erklärt die Sprecherin. „Unabhängig von diesen großen Lösungen werden aber vom SGB in Abhängigkeit der bestehenden Möglichkeiten laufend Umbau-, Reparatur- und Sanierungsarbeiten durchgeführt“, so Hörig. „Eine temporäre Installation von Klimageräten in alten Gebäuden bewährt sich in der Regel nicht. Es ist aber vorgesehen, den Einsatz von mobilen Geräten auf den Feuerwachen zu testen“, fügt sie hinzu.

Auch Feuerwehrchef Jochen Stein nimmt zu dem Problem Stellung: „Die Kollegen der Feuerwehr wünschen sich keine bevorzugte Behandlung. In den heißen Sommertagen leiden alle unter zu großer Hitze. Die Feuerwehr gehört aber wie viele andere Berufsgruppen zu denen, die selbst bei widrigsten Umständen immer ihre Arbeit machen müssen.

Die Feuerwehr hat Verständnis dafür, dass viele Interessen in der Stadt gewürdigt werden müssen. Wir setzen darauf, dass die stadtintern abgestimmten Zeitabläufe für die Sanierung verlässlich geplant und durchgeführt werden.“