Musikschule in Vilich

Von Schülern lernen, wie man rockt

NEU-VILICH. Zwei Schüler bieten in der eigenen Musikschule Altersgenossen Unterricht für Gitarre und Schlagzeug an.

Lässig hält Jonathan Kolb (14) seine E-Gitarre fest, neben ihm sitzt Jonathan Fischer-Appelt (14) in der Garage seiner Eltern am Schlagzeug. Ein kurzer Blick, und schon rocken die Schüler des Rhein-Sieg-Gymnasiums gehörig ab. Sie wirken gut aufeinander eingespielt, doch nicht etwa ihre gemeinsame Band hält sie in den letzten Wochen auf Trab, die pfiffigen Schüler haben ihre eigene Musikschule "Learn how to rock-Musicschool" gegründet.

"Wir spielen schon länger miteinander, spontan hat mich Jonathans Bruder vor einiger Zeit gefragt, ob ich ihm nicht das Schlagzeug spielen beibringen könnte", erzählt Fischer-Appelt. Er habe zugesagt und schon sei die Idee geboren gewesen, eine eigene kleine Musikschule zu gründen. "Es macht einfach Spaß und ist ein wirklich guter Weg, das Taschengeld aufzubessern", so Kolb. Seit fünf Jahren spielt er Gitarre, Geschäftspartner Fischer-Appelt begann vor zehn Jahren bereits mit dem Schlagzeugspiel. "Musik zu machen ist einfach eine tolle Beschäftigung. Das fanden auch unsere Eltern. Sie finden die Idee mit der Musikschule gut und meinen, dass das doch eine wesentlich bessere Beschäftigung ist, als vor der Glotze rumzuhängen", sagt Kolb.

Er musste nicht lange suchen, bis sich der erste Schüler fand. "Wir haben eine Internetseite gemacht und Werbezettel ausgehängt und schon meldeten sich die ersten Interessenten", stellte er zufrieden fest. Als festen Schüler betreut er nun seit einem Monat Fynn (11).

"Meine Mutter hat beim Einkaufen die Werbung gesehen. Ich hatte schon Unterricht, der auch gut war, aber eben nicht genau das, was ich suchte. Seit einem Monat unterrichtet mich nun Jonathan und ich finde es super", erzählt der Musikschüler. Es sei halt etwas ganz anderes, wenn jemand mit ähnlichen Interessen, der auch nur ein wenig älter sei als man selber, Gitarre unterrichtet. Ein Vorteil sei auch die flexible Zeitplanung seines Lehrers. Wenn er auf der E-Gitarre geübt sei, überlege er , die Seiten zu wechseln und das Schlagzeug kennenzulernen.

Langfristiges Ziel sei, die Schüler soweit aufzubauen, dass sie zusammen wiederum eine Band gründen könnten, sind sich die Jungunternehmer einig. "Das wäre natürlich toll und würde wohl auch für unsere Schüler interessant sein", ist sich Fischer-Appelt sicher. Ihre Honorare haben die Jungs relativ niedrig angesetzt. 30 Euro kosten vier Unterrichtsstunden im Monat. "Wenn die Schüler irgendwann soweit sind, können sie sich dann als Bands treffen. Die Treffen würden in regelmäßigen Abständen je nach Anfrage, Lust und Zeit der Schüler stattfinden, so Kolb.

Kontakt zu den beiden Schülern unter www.schlagzeug-gitarre.npage.de.