Projektwoche an der Gesamtschule Beuel

Von Bonner Tafel bis Roboter

Projekt Bonner Tafel: (v.l.) Gabriele Kaiser, Laura, Denise, Svenja, Sophie, Anna Kowalska und Carotta Schmidt.

BEUEL. Die Schüler der Gesamtschule Beuel präsentierten die Ergebnisse ihrer Projektwoche.

Zack, da hatte das Ungetüm schon wieder angegriffen. Mit seinem Stachel schlug es lautstark auf die Tischplatte ein. Die Kinder drum herum glucksten und forderten das vermeintliche Monster auf, noch mal zuzuschlagen. Denn das angriffslustige Modell war nichts anderes als ein Roboter, der an einen Skorpion erinnerte. Kloja und Jonas aus der achten Klasse bauten und programmierten das Gefährt in der Projektwoche der Gesamtschule Beuel. Nun zeigten sie ihr Stück bei der Projektpräsentation in dem Schulgebäude.

Roberta hieß das Projekt und war eines von rund 60 Angeboten. Vier Tage hatten die Schüler Zeit, sich in die Materie Roboter und Programmiersprache einzuarbeiten. Projektleiter Markus Müller-Van Heek staunte nicht schlecht, als seine Schüler bereits am ersten Tag das Prinzip verstanden hatten. "Die Mädchen und Jungen haben das viel schneller verstanden als so mancher Erwachsener", berichtete er.

So war es auch die Idee von Kolja und Jonas, ihren Roboter via Handy zu steuern. "Das war ganz einfach", erläuterte Jonas unbeeindruckt. "Jedes Handy, das über Bluetooth verfügt, kann zur Fernbedienung für den Roboter werden." Die Idee dazu holte sich das Duo aus dem Internet.

Inspiration für die Apparate holte sich die Gruppe bei einem Ausflug ins Museum Koenig. So schlug nicht nur der Skorpion regelmäßig seinen Stachel auf den Tisch, sondern auch ein Hai schlängelte sich über den Pressspan. "Wären die Sets nicht so teuer, dann würden wir auch nach der Projektwoche weitermachen", erklärte Jonas.

Denn die beiden hatten noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Hier das Mikrofon reagiert eigentlich auch auf Stimmen", erklärte Jonas und zeigte auf die Front des Roboters. "Ruft man es, kommt es angefahren. Aber hier ist es zu laut dafür."

Lehrer Siegfried Dudziak zeigte sich ebenfalls erfreut über den Ablauf der Projektpräsentation. Schließlich galt es, mehr als 1000 Schüler aufzuteilen und die unterschiedlichsten Projekte zu koordinieren. "Das ist schon ganz schön aufwendig", wusste Lehrer Dudziak. "Deswegen organisieren wir die Veranstaltung nur alle zwei Jahre."

Dieses Jahr waren die Schüler allerdings an dem Angebot beteiligt: Vorab reichten sie Wünsche ein. "Uns war es wichtig, dass für jeden etwas dabei ist", erläuterte Dudziak das Novum. So fand sich auf der Liste Bekanntes wie Stricken, Kochen, Tanzen, Theater, andere Schüler hatten sich mit dem Thema Bonner Tafel beschäftigt, wieder andere Webseiten erstellt.