Bezirksvertretung Bonn

Verwaltung hält am Fernbusbahnhof Ramersdorf fest

Für die Stadtverwaltung ist der U-Bahnhof Ramersdorf der beste Standort für einen Fernbusbahnhof in Bonn.

BONN. Obwohl die Beueler Bezirksvertretung den Standort Ramersdorf für einen Fernbusbahnhof bereits einstimmig abgelehnt hatte, beschäftigt sich heute noch einmal die Bezirksvertretung Bonn mit dem Thema. Dabei handelt es sich um die zweite Lesung einer alten Beschlussvorlage.

In dieser spricht sich die Verwaltung für Ramersdorf aus, da es sehr gut an die Autobahn und den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden sei. Ferner überzeuge die Infrastruktur mit Taxi- und Autostellplätzen, Toiletten und Wartebereichen. Auch die Möglichkeit zur Erweiterung sei am U-Bahnhof Ramersdorf im Gegensatz zum Parkplatz an der Josefshöhe und der Rabinstraße (hinter dem Gebäude der Zurich-Versicherung) gegeben.

Die Politiker beurteilen die Lage anders. So sagte Rolf Beu, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, auf Anfrage, dass der im Dornröschenschlaf befindliche Busbahnhof an der Rabinstraße oberste Priorität besitze. "Ramersdorf wäre nur ein zusätzlicher Standort, so er irgendwann gebraucht würde", meint Beu. Die Fernbusse müssen für ihn nicht einen zentralen Standort haben.

Von einer Vertagung des Themas geht Arno Hospes, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion Bonn, aus. Die Vorlage sei unverändert, liste weiterhin keine Kosten auf. "Eine Entscheidung nach dem Motto 'Beschließt schon mal, alles Weitere folgt dann' wollen wir uns nicht antun", sagt Hospes.

Eine Ansiedlung der Fernbusse an der Rabinstraße besitzt für Dieter Schaper, SPD-Fraktionsvorsitzender in Beuel, mehr Charme als die Idee der Verwaltung. "Dass es in Ramersdorf genügend Parkplätze geben soll, überzeugt mich nicht", so Schaper. Schon jetzt gebe es permanent Probleme mit den Anliegern wegen geparkter Autos.