Translozierung

1871 wurde die zunächst nur militärisch genutzte rechtsrheinische Bahnstrecke für den Güterverkehr freigegeben. Aus diesem Jahr stammt auch der Fachwerk-Schuppen für die Abfertigung kleinerer Güter. Seit 1995 steht er unter Denkmalschutz. Nachdem die Deutsche Bahn im Zuge ihrer S13-Pläne erfolglos gegen diesen Schutz geklagt hatte, weitete der Landeskonservator den Denkmalschutz aus: Seit 2009 fallen alle Gebäude, die Ladestraße und die Rampen darunter.

Die Bahn jedoch braucht für die neue Schienenführung einen Teil des Güterschuppen-Areals. Deshalb wurde der Planfeststellungsbeschluss unter der Auflage erteilt, das Ensemble zu translozieren. Hinter diesem Begriff stecken Abtragung, Einlagerung und Wiederaufbau. Am Ende soll der Schuppen 1,80 Meter weiter Richtung Osten stehen. Die Kosten dafür gibt die Bahn mit einer Million Euro an.