Grundschultag am Kardinal-Frings-Gymnasium

Staunen über glühende Gurken

Die KFG-Schüler Benedikt und Lajosch zeigen (von links) Gustav, Niclas und Filipp von der Gottfried-Kinkel-Grundschule verblüffende Experimente.

Die KFG-Schüler Benedikt und Lajosch zeigen (von links) Gustav, Niclas und Filipp von der Gottfried-Kinkel-Grundschule verblüffende Experimente.

13.02.2016 Beuel. Begeisterung pur herrschte bei den Grundschülern, die am Freitag am Grundschultag im Kardinal-Frings-Gymnasium (KFG) teilnahmen. Der Höhepunkt für alle war – die „glühende Salatgurke“.

Da kamen die Drittklässler nicht mehr aus dem Staunen heraus: ein Salatgürkchen, das wie eine alte Glühbirne leuchtet, und das man nach dem Leuchten auch noch verspeisen kann. Doch es gab an diesem Grundschultag, den das KFG zum sechsten Mal veranstaltete, noch viele andere spannende Ereignisse, die auf die kleinen Gäste wie Zaubereien wirkten.

„Vor sechs Jahren haben wir mit Physik angefangen“, erklärte Markus Möhring, der stellvertretende Schulleiter, „danach kam die Chemie und in diesem Jahr die Biologie dazu.“ War es anfangs lediglich die Paul-Gerhardt-Schule, so sind mit den Jahren die Gottfried-Kinkel-Schule, die KGS Josefschule, die KGS Holzlar, die GGS Om Berg und die Arnold- von-Wied-Schule als Besucher des KFG am Grundschultag hinzugekommen. Die Grundschüler kommen alle aus der Jahrgangsstufe 3. Sie sollen einen ersten Eindruck erhalten, was in den naturwissenschaftlichen Fächern auf sie zukommt.

Mehrere Stationen mit unterschiedlichen Aha-Effekten durchlaufen die kleinen Gäste in einem Fachgebiet. Betreut werden sie dabei von Oberstufenschülern, die an diesem Tag in die Vermittlerrolle schlüpfen und sich so von einer ganz neuen Seite zeigen können. Das eigene, im Laufe der Schulzeit erlernte Können wird praktisch angewandt.

Brennendes Teelicht, schwebende Feder

Einfach und beeindruckend sind die Untersuchungen oder Experimente, die durchgeführt werden, eben altersgerecht. Eine kleine Glasröhre, ein brennendes Teelicht darunter und die Feder verbrennt in der Glasröhre nicht, sie schwebt. Ein paar Punkte mit einem einfarbigen Filzstift auf ein saugkräftiges Papier gemalt, das Papier in etwas Wasser gelegt und eine bunte Zeichnung entsteht.

Wie geht das mit der Zauberschrift? Oder warum können ein paar Kristalle das Licht einer Flamme verändern? Ein einfaches Experiment, das in der Erforschung des Weltalls eine bedeutende Rolle spielt. Und die große Frage, wie man Strom sichtbar machen kann. Das geht mit Trafo und Gabeln, viel schöner und beeindruckender jedoch mit einer Gurke.

Die Kleinen sind mit solch einer Intensität bei der Sache, dass sie die Welt um sich herum für ein paar Minuten vergessen. „Klasse war‘s, hat uns prima gefallen“, war ein paar Knirpsen beim Wechsel zwischen zwei Stationen gerade noch zu entlocken. Eine Grundschullehrerein war von einem ihrer Schüler, der im Unterricht Gruppenarbeit verweigert und auch sonst nicht zu den Ruhigsten gehört, fasziniert, wie konzentriert er mitmachen konnte. Kaum einer kannte das KFG vorher, es sei denn, er oder sie hat ältere Geschwister, die ins KFG gehen.

„Am Tag der offenen Tür sehen wir die meisten wieder. Sie wollen dann das heute Erlebte noch mal ansehen“, sagt Möhring. Er fügt aber auch hinzu: „Wir bräuchten diesen Grundschultag nicht als Werbeveranstaltung, denn wir haben alljährlich mehr Anmeldungen als wir aufnehmen können. Doch können wir dadurch erkennen, wer wirklich Interesse an diesen Fächern hat und wer zu uns passt.“ (Rainer Schmidt)