Quartiersmanagement in Vilich

Stadtteilbüro „Mitten im Leden“ eröffnet

Sehr voll ist das neue Stadtteilbüro des Quartiersmanagements bei der Eröffnungsfeier. Wann genau das Lokal künftig geöffnet wird, steht noch nicht fest.

Sehr voll ist das neue Stadtteilbüro des Quartiersmanagements bei der Eröffnungsfeier. Wann genau das Lokal künftig geöffnet wird, steht noch nicht fest.

VILICH. Seit Freitag können Bürger in einem neuen Ladenlokal in der Ortsmitte von Vilich mit dem Quartiersmanagement der Wohnanlage am Ledenhof ins Gespräch kommen.

So ganz barrierefrei ist das neue Ladenlokal dann doch nicht: Die alte Dame, die mit ihrem Rollator zur Eröffnungsfeier des Stadtteilbüros „Mitten im Leden“ am Freitagnachmittag gekommen war, konnte die wenigen Stufen noch problemlos bewältigen. Die größere Herausforderung war dann, überhaupt noch einen Platz in dem übervollen Raum zu bekommen.

Gut fünfzig Menschen – Nachbarn, Bewohner der inklusiven Wohnanlage und allerlei Lokalprominenz – waren zu der kleinen Eröffnungsfeier in das Ladenlokal an der Adelheidisstraße gekommen. „Dass wir die Räume des ehemaligen Parketthändlers Barranco anmieten konnten, ist ein echter Glücksfall für uns“, sagte Quartiersmanager Michael Heine bei der gemeinsamen Begrüßungsansprache mit Bezirksbürgermeister Guido Déus.

Ganz so voll wie zur offiziellen Eröffnung wird es in den kommenden Monaten wohl nicht immer sein, aber offenbar hat Heine mit dem Umzug einen Nerv getroffen: Das Ladenlokal liege mitten im Herzen des Stadtteils, und man könne an dem neuen Standort mit Sicherheit noch besser mit den Bürgern in Dialog treten.

Dazu trügen auch die beiden großen Schaufenster bei, die man für verschiedenste Informationen nutzen wolle: „Ich rechne zudem mit neuer Laufkundschaft, da quasi jeder, der von der Bahnhaltestelle Vilich nach Geislar will, bei uns vorbei muss.“

Noch keine festen Öffnungszeiten

Wer allerdings extra kommt, um etwas Konkretes zu besprechen muss sich zunächst noch anmelden: „Feste Öffnungszeiten haben wir zunächst noch nicht“, so Heine. Da er das Büro als „One-Man-Show“ leite, sei es zunächst noch nicht durchgehend besetzt.

Während seiner Auswärtstermine könne aber der Pflegedienst, der in den Räumen ebenfalls sein neues Zuhause gefunden hat, die Anliegen der Bürger entgegennehmen und an ihn weiterleiten. Ab Januar sorgt dann Christian Saalwächter als Aushilfe für dauerhafte Präsenz: Der Student der Theologie und Philosophie kann allerdings noch keine festen Öffnungszeiten nennen: „Die werden wir in den nächsten Wochen fixieren“, so der aus Solingen stammende Neu-Vilicher.

Einer der Nachbarn ist Renate Bednarz: „Ich freue mich über das Engagement des Quartiersmanagements“, so die Rentnerin. So habe sie zum Beispiel in ihrem Urlaub gerne das Angebot zum Blumengießen der Ledenhof-Bewohner angenommen: Seit diesem Sommer bieten die Bewohner der inklusiven Wohnanlage den Nachbarn an, kleinere Besorgungen umsonst zu übernehmen. Ende des Jahres werden nach und nach alle Gebäude des Ledenhofs, einer Behinderteneinrichtung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), abgerissen.

Die heute relativ abgeschirmte Wohnanlage wird von dem Investor Bonava in ein inklusives Quartier mit insgesamt 125 Wohneinheiten verwandelt.

Wer einen Termin mit Heine vereinbaren will, kann dies unter 01 52 09 31 75 74 tun.