Königswinterer Straße in Beuel

Stadt will Straße komplett sanieren

Enge Verhältnisse: Auf der Königswinterer Straße müssen die Radfahrer ständig zwischen Gehweg und Radweg wechseln.

Enge Verhältnisse: Auf der Königswinterer Straße müssen die Radfahrer ständig zwischen Gehweg und Radweg wechseln.

Beuel. Die Stadt hat neue Pläne für die Königswinterer Straße. Sie will die Straße komplett sanieren. Das Radwegekonzept liegt erst mal auf Eis.

Noch immer ist nicht klar, wie die Königswinterer Straße umgebaut wird, damit sie vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer wird. Die Stadt hat sich nun noch einmal mit den Bürgervereinen aus LiKüRa (Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf) beraten und ihre bisherigen Vorschläge für den Abschnitt zwischen Auf dem Grendt und Mehlemstraße erst einmal zurückgezogen.

So tat sich dann auch nichts in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Beuel, wo an das seit vier Jahren kochende Thema eigentlich ein Knopf dran gemacht werden sollte. Eine neue Wendung kam nun durch das Bonner Tiefbauamt, das innerhalb der Verwaltung eine komplette Sanierung der Königswinterer Straße ankündigte.

Ursprünglich hatte das Stadtplanungsamt vor, auf der Bergseite einen kombinierten Fuß- und Radweg anzulegen, „auf der Rheinseite einen Schutzstreifen für Radler und Parkplätze“, sagt Verkehrsplaner Helmut Haux. So sei alles geordneter, die Radfahrer müssten nicht ständig vom Gehweg auf die Straße und zurück wechseln. Für die Markierungen seien rund 80 000 Euro veranschlagt, weil dafür, wie woanders auch üblich, Kaltplastik aufgetragen werde.

Nun sagt das Tiefbauamt, dass auf der Straße auch der Unterbau erneuert werden müsste, was zehnmal so teuer wird. Wenn es schnell gehen soll, müsste die Politik noch für den Haushalt 2019/2020 der Sanierung zustimmen. Doch wie umfangreich sollte die sein? Laut Haux könnte man das wie in der Bonner Römerstraße machen: neue Bordsteine, Gehwege, Kanäle, Grün – über den gesamten Querschnitt von Haus zu Haus.

„Auf der Königswinterer Straße gibt es derzeit keinen Baum und Strauch“, sagt der Verkehrsplaner. Was sich verlockend anhört, mag den Anliegern weniger gefallen, da sie sich an den Kosten einer Kompletterneuerung beteiligen müssten. Sie würden dann nur für Verbesserungen bezüglich Parkplätze, Begrünung und Gehweg zahlen, und zwar zwischen 20 und 50 Prozent der Gesamtsumme. Für die Fahrbahn und Entwässerung allerdings nichts, weil es sich „um eine klassifizierte Landesstraße handelt (L 193)“, so Haux.

Jetzt könnte es aber sein, dass sich die Pläne des Tiefbauamts erst in ein paar Jahren umsetzen lassen. So würden sich die von vielen Bürgern gewünschten neuen Markierungen vielleicht doch noch lohnen, findet Haux. Das habe den Vorteil, dass man testen könne, ob es funktioniere. Die kleinste Änderung wären neue Markierungen an den Einmündungen anderer Straßen – leicht umsetzbar. „Nächste Sitzung kommt ein Vorschlag“, verspricht Haux. Das wäre der 26. April.

Diesen Termin will auch Michael Quabeck, Vorsitzender des Bürgervereins (BV) Küdinghoven abwarten. Bei den schon vorgelegten Plänen ist er skeptisch, ob sich die Parkplätze tatsächlich aufmalen lassen, „weil da wohl die eine oder andere Straßenlaterne im Weg steht“. Karl Wengenroth (BV Limperich) hält die Straße für zu eng, um es Autofahrern, Radlern und Passanten recht zu machen. „Man sollte über ein Lkw-Durchfahrtsverbot nachdenken“, sagt er.

Vorschläge zu Markierungen und Verkehrsschildern hat auch die Bürgervereinigung Ramersdorf gemacht. An der Ampel Mehlemstraße müsste ein Ampelmast versetzt werden, sagt BV-Vorsitzender Johannes Schröer. Ihm ist wichtig, dass der Radweg über die Mehlemstraße hinaus bis zum Kreisverkehr am Polizeipräsidium fortgeführt wird.