Sportplatz-Anlieger gegen TuS-Pützchen

Politiker vertagen Nachbarschaftsstreit

PÜTZCHEN. Der Nachbarschaftsstreit zwischen dem TuS Pützchen und den Sportplatz-Anliegern geht in die nächste Runde: Die Bezirksvertretung Beuel vertagte am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung das Thema.

Grund: Die Parteien fanden keinen Konsens in der Frage, wie das Problem zwischen den lärmgeplagten Nachbarn und den feiernden Mietern im Vereinsheim gelöst werden kann.

Wie der GA am Donnerstag erfuhr, konnten sich die Politiker nicht auf die von der Verwaltung vorgeschlagene Abmahnung des Vereins verständigen. Es soll zwei Lager gegeben haben: Die eine Seite will dem Verein wegen der Verstöße die "gelbe Karte" zeigen, die andere Seite stuft eine Abmahnung als zu hart ein.

Alle Fraktionen wollen sich jetzt noch einmal zur Beratung zurückziehen und in der Sitzung am 13. Juni über das weitere Vorgehen entscheiden.

Eine große Mehrheit soll sich allerdings gegen den Vorschlag des TuS Pützchen ausgesprochen haben, die Spielstätte auf das Gelände der Gesamtschule zu verlagern und dort einen Kunstrasenplatz für den Verein zu errichten. Dafür habe die Bundesstadt derzeit kein Geld, hieß es. Nach der Prioritätenliste der Stadt erhält Oberkassel den nächsten Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage.