Baugebiet Geislar-West

Platz für 500 neue Nachbarn

Die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Geislar-West stehen kurz vor dem Abschluss. Im Hintergrund die Kirche St. Peter. FOTO: MAX MALSCH

Die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Geislar-West stehen kurz vor dem Abschluss. Im Hintergrund die Kirche St. Peter. FOTO: MAX MALSCH

Geislar. Baugebiet Geislar-West: Durch einen neuen Zuschnitt der Parzellen sind 130 Grundstücke entstanden.

Beuels nördlichster Ortsteil wird künftig schneller wachsen als prognostiziert. Das ist die wichtigste Konsequenz, die sich aus dem gerade abgeschlossenen Umlegungsverfahren für das Neubaugebiet Geislar-West ergibt. Durch den neuen Zuschnitt der Parzellen sind deutlich mehr Baugrundstücke entstanden als erwartet. Ging die Stadt Bonn bislang von 180 Wohneinheiten mit 400 Neubürgern aus, so sind es jetzt – je nach Bebauung – bis zu 220 Wohneinheiten mit einem Bevölkerungszuwachs von bis zu 500 Menschen. Das bedeutet, dass Geislar von 2549 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) auf mehr als 3000 Einwohner anwachsen wird.

Der Umlegungsausschuss der Bundesstadt hat nach intensiven Verhandlungen mit Grundstückseigentümern sowie Pächtern das im südwestlichen Bereich von Geislar liegende Neubaugebiet durch Umstrukturierungen neu geordnet. Damit sind in diesem Areal rund 130 Baugrundstücke entstanden, die mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut werden können.

An der Neuordnung sind etwa 150 Grundstückseigentümer beteiligt worden. Sie wurden laut Stadt maßgeblich bei der Auswahl, Lage, Größe und Zuschnitt ihrer neu zugeteilten Grundstücke mit in die Entscheidungen eingebunden. Die insgesamt 130 neuen Baugrundstücke teilen sich auf in 48 Einzelhausgrundstücke und 82 Doppelhausgrundstücke.

Die Stadt Bonn hat als Alteigentümerin in dem Gebiet 27 Baugrundstücke erhalten: sieben Grundstücke als Einzelhausgrundstücke und 20 Doppelhausgrundstücke, die demnächst zum Verkauf ausgeschrieben werden. Die Flächen werden bald in der örtlichen Tagespresse sowie im Internet auf der städtischen Homepage www.bonn.de/@grundstuecke angeboten.

Junge Familien werden bevorzugt

Die Entscheidung, welche Bewerber ein Grundstück erhalten, trifft auf Vorschlag der Liegenschaftsverwaltung der Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung als Fachgremium des Rates. Entsprechend der vom Rat erlassenen Richtlinien werden bei der Vergabe der Einzel- und Doppelhausgrundstücke insbesondere noch nicht über Grundeigentum verfügende junge Familien mit minderjährigen Kindern bevorzugt berücksichtigt.

In die Entscheidung fließt auch mit ein, ob die Bewerber im Stadtgebiet Bonn wohnen. Nähere Angaben zum Vergabeverfahren sind dem Internet unter der oben genannten Adresse eingestellten Informationsblatt zu entnehmen. Die vielen Nachfragen nach Bauflächen, die bei der Geschäftsstelle des Umlegungsausschusses eingehen, ließen ein sehr großes Interesse an diesem Baugebiet erkennen, so die Stadtverwaltung.

Grundlage für die Umlegung und Bebauung von „Geislar-West“ ist der seit 2010 rechtskräftige Bebauungsplan, der für diesen Bereich Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zweigeschossiger Bauweise und maximal zwei Wohneinheiten vorsieht. Die Herrichtung und Unterhaltung der zugehörigen ökologischen Ausgleichsflächen ist ebenfalls im Umlegungsverfahren geregelt worden.

Die von den Beteiligten aufgebrachten Flächen wurden im Rahmen der Umlegung auf die Stadt übertragen. Die Verwaltung geht davon aus, dass sehr viele Familien mit kleinen Kindern dort hinziehen werden. Die bestehenden wohnortnahen Kindertageseinrichtungen können den Mehrbedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter sechs Jahren nicht auffangen. Deshalb ist der Bau einer dreigruppigen Einrichtung dringend erforderlich.