Sankt Adelheid Gymnasium

Pützchens Schülerinnen diskutieren über das Klima

Pützchen. Eine Delegation des Bundesumweltministeriums besucht das Sankt Adelheid Gymnasium in Pützchen. Die Schülerinnen wünschen sich von allen einen sorgsameren Umgang mit der Umwelt.

. Mehr Informationen für junge Menschen, Resultate statt Diskussionen, das wünschten sich die Schülerinnen des Sankt Adelheid Gymnasiums, bei dem Besuch einer Delegation des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in der Schule. Diskutiert wurde über Themen des Gipfels.

Die Zeit verging wie im Flug, stellte nicht nur Lehrerin Nicole Kemper am Ende fest. Kemper hatte den Besuch kurzfristig organisiert. „Ich hatte zufällig Kontakt zum Ministerium und hatte mich in den Herbstferien darum gekümmert, eine Abordnung des Klimagipfels an unsere Schule einladen zu können“, berichtet die Lehrerin für Biochemie.

Etwa 40 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 hatten Gelegenheit, mit der Referatsleiterin Internationaler Klimaschutz im Bundesumweltministerium sowie mit Jugendvertreter Rene Kieselhorst und Anatol Itten sowie Franz August Emde, ebenfalls vom Ministerium, ins Gespräch zu kommen. Diejenigen, die aus organisatorische Gründen nicht konnten, übermittelten ihre Anregungen schriftlich. In einer Kladde gesammelt übergab Kemper die Mappe am Schluss der Veranstaltung an die Delegation. Der Klimawandel ist da. Auch in den Köpfen der jungen Mädchen.

„Es gibt so viele Konsumgüter, die einfach so günstig sind, dass sich die meisten Menschen keine Gedanken machen, was sie kaufen, egal wie die Sachen hergestellt wurden, egal wie sie sich auf das Klima auswirken“, beklagte Schülerin Jela. Während ihres Austausches in Kanada habe sie festgestellt, dass Benzin dort so günstig ist, dass die Menschen nicht darüber nachdenken würden, das Auto vielleicht stehen zu lassen, um Sprit zu sparen. Auch Fleisch sei teilweise so billig, dass viele Menschen es täglich essen würden. „Dabei wird so viel Soja angebaut, um die Tiere ernähren zu können. Dafür werden wieder Wälder und andere Flächen gerodet“, sagte das Mädchen. Anna möchte wissen, wie jeder Einzelne etwa auf Mikropartikel in den Produkten verzichten kann.

Franz August Emde muss einräumen: „Es ist schwierig. Es ist technisch noch nicht möglich, das Wasser so zu reinigen, dass diese Stoffe herausgefiltert werden.“ Man sei nun im Gespräch, die Industrie dafür zu sensibilisieren, sich an entsprechenden Forschungsvorhaben zu beteiligen. Und Sarah, die der Diskussion eher still beiwohnte, wünschte sich, „dass es am Ende der Klimakonferenz nicht weitergeht wie bisher“. Ihrer Meinung nach müsse das Thema präsenter sein.

Rene Kieselhorst, der als Vertreter der jungen Generation am Gipfel teilnimmt, appellierte an die Zuhörerinnen, dass jede sich einbringen könne, indem sie darauf hinarbeiten könnten, auch einmal Teilnehmer des Gipfels zu werden. Die Jugend habe eine Stimme, wie er an diesem Vormittag zeigen wollte. Zum Abschluss versprach die Delegation, die mit der Diskussion am Sankt Adelheid Gymnasium ihre letzte Station von insgesamt elf hatte, die Anregungen und Ideen mit ins Ministerium zu nehmen, auch um die junge Generation stärker in den Prozess einzubinden.