Ehemaliges Maxrath-Gelände

Neues Zentrum für Katastrophenschutz

PÜTZCHEN. Ein lang gehegter Wunsch der Rettungsdienste geht bald in Erfüllung: Beuel erhält ein Katastrophenschutzzentrum. Die Stadt Bonn informiert derzeit die Ratsgremien darüber, dass auf dem ehemaligen Gelände der Firma Maxrath die Rettungsdienste sowie Abteilungen der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr zusammengelegt werden sollen. Der Umweltausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung das Projekt befürwortet.

Im Wirtschaftsplan des Städtischen Gebäudemanagements (SGB) stehen derzeit 750.000 Euro für die Sanierung und Herrichtung des Geländes bereit. Nach einer ersten Grobplanung des Architektenbüros Koenigs und Schumacher sind aber 1,04 Millionen Euro erforderlich. Die fehlenden rund 290.000 Euro wird das SGB 2015 zur Verfügung stellen.

Bis zum Jahresende soll die Ausbauplanung abgeschlossen sein. Die Sanierung wird zwischen Ende 2013 und Ende 2014 durchgeführt werden. Anfang 2015 wird dann das Verwaltungsgebäude aufgefrischt. Geprüft wurde auch, ob das Verwaltungsgebäude abgerissen und dort ein Container aufgestellt werden kann. Die variante war aber noch teurer. In den Hallen sollen Sozial- und Schulungsräume sowie Schutzausrüstungen untergebracht werden.

Halle 1 verfügt über eine Grundfläche von 2400 Quadratmetern und soll künftig von Malteser-Hilfsdienst (MHD), Johanniter-Unfallhilfe (JUH) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) genutzt werden. Halle 2 (auch Taubenhalle genannt) misst 900 Quadratmeter Nutzfläche und soll Karnevalsvereinen zur Unterbringungen von Gesellschaftswagen dienen.

Dazu werden zwischen Stadt und Vereinen Nutzungsverträge abgeschlossen. Außerdem will die Stadt dort ihre Spielmobile und weitere Materialien unterbringen. Zum Beispiel soll das Stegebaulager am Holzlarer Weg, das bei Hochwasser zum Einsatz kommt, aufgegeben und in die Holtorfer Straße umgesiedelt werden.

Am Mittwoch, 3. Juli, wird sich die Bezirksvertretung Beuel ab 17 Uhr mit dem Thema im Rathaus Beuel beschäftigen. Die endgültige Entscheidung fällt am 18. Juli im Stadtrat.

Maxrath-Gelände

Nachdem die Firma Maxrath, Fachfirma für Öltankreinigung, am Standort Holtorfer Straße 25 ihren Betrieb eingestellt hatte, hat die Stadt Bonn das Brachgelände als Lagerfläche genutzt. Der Versuch, das mehrere tausend Quadratmeter große Gelände in Pützchen zu verkaufen, scheiterte mehrfach an den bestehenden Altlasten. Bis Mitte des Jahres 2011 war dort das Salzlager des städtischen Winterdiensts untergebracht.

Derzeit parken dort die Spielmobile der Stadt Bonn und Wagen von Karnevals- und anderen Brauchtumsvereinen. Auf dem Gelände in Pützchen stehen zwei große Hallen, ein Verwaltungsgebäude, und dank der großen Freifläche gibt es dort sehr viel Parkraum.