Bauplanung

Neue Pläne fürs Hochhaus am Platanenweg

Steht seit etwa acht Jahren leer: Das Hochhaus am Platanenweg 29. Jetzt will endlich ein Investor in das Gebäude investieren.

BEUEL. Seit acht Jahren stehen die 16 Stockwerke am Platanenweg 29 schon leer. Jetzt soll sich endlich etwas tun. Investor Elmar Brandschwede, Geschäftsführer der Brabon Immobilien GmbH, will das Objekt, das zurzeit noch den zweifelhaften Charme der 1970er Jahre ausstrahlt, eine bauliche Schönheitskur verpassen - mit einigen baulichen Ergänzungen.

Das Projekt wurde am Mittwoch dem Unterausschuss Bauplanung vorgestellt. Willy Dormagen, Leiter des Bauordnungsamtes, zeigte sich zwar recht angetan von den Plänen, muss sie aber aus baurechtlichen Gründen ablehnen.

Der Weg könne nur geebnet werden, wenn der Investor das Verfahren einer vorhabenbezogenen Bebauungsplanänderung wählt. Denn nach den Plänen soll das Gebäude deutlich erweitert werden: Das eigentliche Haus soll modernisiert und um den Technikaufbau erweitert werden.

Das Erdgeschoss soll um eine zweigeschossige Halle mit Foyer erweitert werden. Schließlich soll es zu einem Ensemble mit zwei viergeschossigen Gebäuden mit Staffelgeschoss wachsen, die miteinander verbunden sind. Doch diese sind außerhalb der bebaubaren Fläche. Auch eine Tiefgarage ist vorgesehen, so Dormagen.

Auch aus der Politik gab es befürwortende Signale. Reinhard Limbach (CDU) sagte: "Wir freuen uns über jeden Vorstoß, der dieses Areal entwickelt." Auch Dieter Schaper (SPD) war durchaus angetan von dem Vorhaben, wollte aber wissen, wie das neue Gebäudeensemble von der Sankt-Augustiner-Straße aus wirke.

Und der Unterausschuss wollte auch etwas mehr über die zukünftige Nutzung wissen. Dormagen konnte dazu keine Aussagen treffen. Peter Hawlitzky, Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes, sagte, dass Berater des Investors sich bei ihm erkundigt hätten, welche Nutzungen dort grundsätzlich möglich seien.

Mehr könne er auch nicht sagen. Nur, dass auch aus Sicht seines Amtes im Prinzip nichts gegen die Pläne spreche, es müsse aber die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Brandschwede bestätigte am Freitag gegenüber dem GA sein Engagement: "Ich habe einen potenziellen Nutzer, der sehr konkrete Vorstellungen von seinen Ansprüchen an das Gebäude hat, er möchte aber noch nicht, dass das öffentlich wird."

Das Gebäude auf dem etwa 4200 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bahntrasse, Königswinterer Straße und Bröltalbahnweg gehörte viele Jahre der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK), die es seit 1974 stets Bundeseinrichtungen wie dem Sanitätsamt der Bundeswehr vermietete. Auch die KZVK hatte ursprünglich vor, das Gebäude zu modernisieren und hatte vor zwei Jahren bereits einen Bauantrag gestellt, die Pläne wurden indes nie umgesetzt.