Drei-Brücken-Lauf in Beuel

Mensch und Tier im Gleichschritt

Ein gutes Team: Astrid Vois hielt ihren Timmy mit einer speziellen Laufleine im Zaum, die sie an ihrer Hüfte befestigte.

Ein gutes Team: Astrid Vois hielt ihren Timmy mit einer speziellen Laufleine im Zaum, die sie an ihrer Hüfte befestigte.

BEUEL. 50 Hundebesitzer rennen mit ihren Vierbeinern beim 7. Sechs-Pfoten-Lauf um die Wette. Die schnellsten waren in 9:30 Minuten im Ziel.

„Der sieht aber richtig schnell aus.“ Die bewundernden Blicke waren Don Bravo sicher, als er sich am Sonntagmorgen vor dem Chinaschiff am Beueler Rheinufer auf den Wettkampf vorbereitete. Das Bellen und Knurren mehrerer Konkurrenten ließ den spanischen Galgo unbeeindruckt, während er mit seiner Herrin Elke Zamani bis kurz vor dem Startschuss noch ein paar Dehnungsübungen machte.

Der Windhund hatte schon ein paar Rennen gewonnen, allerdings ohne Zamani an seiner Seite: „Das wird ja hier eine Teamleistung, und ich fürchte, es gibt da bessere Kombinationen“, meinte Don Bravos durchaus gut trainiert wirkendes Frauchen selbstironisch schmunzelnd, bevor sie sich vor dem großen aufblasbaren Tor zum Start aufstellte.

Um Punkt 11 Uhr machten sich die 50 Vierbeiner mit je einem Zweibeiner an ihrer Seite auf die knapp drei Kilometer lange Strecke entlang des Rheins. Unter lautem Gebell forderten Schäferhunde, Boxer oder Terrier ihre Mitläufer auf, ihnen den nötigen Respekt zu zollen und Platz zu machen. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, nicht der Schnellste, sondern der Lauteste würde gewinnen.

Vom Chinaschiff bis zum Blauen Affen und zurück ging die Tour, und beim Anblick eines kleinen, weißen Pudels konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es unglücklichere Kombinationen als die von Don Bravo und Zamani gab.

Eine durchaus konkurrenzfähige Kombination stellten Timmy und Astrid Vois dar: Der Australian Shepherd und sein Frauchen bildeten ein harmonisches Team, und auch die Leistungsfähigkeit wirkte sehr ausgeglichen: „Ich wäre auch gerne mit Timmy gelaufen, aber Mama hat es nicht erlaubt“, beklagte sich Tochter Anna-Lena trotzdem: „Ich hatte Angst, dass sie ihn mit ihren elf Jahren noch nicht richtig im Zaum halten kann“, begründete die Polizistin das Verbot, während sie eine spezielle Laufleine an ihrer Hüfte befestigte.

Anna-Lena wirkt aber auch nicht sonderlich enttäuscht und macht sich schon einmal mit ihrem Bruder Max und Vater Marcel auf den Weg, um das Gespann am Wendepunkt des Parcours' gebührend anfeuern zu können.

Ganz vorne landeten aber weder Don Bravo noch Timmy: Mit dem 22. bzw. 13. Platz können sie sich aber nicht nur bei ihren Artgenossen durchaus sehen lassen. Sieger wurde allerdings Bordercollie Charlie mit Herrchen Sebastian Weitzel in einer Zeit von 9:30 Minuten.