Friedrich-Breuer-Straße in Beuel

Mehrheit lehnt Fußgängerzone ab

Die Anzahl der Stellplätze in der Friedrich-Breuer-Straße soll nach dem Wunsch vieler Teilnehmer der Ideenbörse reduziert und stattdessen eine bessere Auslastung der bestehenden Tiefgaragen gefördert werden.

Die Anzahl der Stellplätze in der Friedrich-Breuer-Straße soll nach dem Wunsch vieler Teilnehmer der Ideenbörse reduziert und stattdessen eine bessere Auslastung der bestehenden Tiefgaragen gefördert werden.

Beuel. Mehrere Bürgeranträge gaben im Frühjahr den Anstoß für die Beueler Politik und Bonner Stadtverwaltung, sich mit der aktuellen Situation und Zukunft der Friedrich-Breuer-Straße zu befassen. Ziel ist eine fußgänger- und gastronomiefreundliche Gestaltung der zentralen Einkaufsmeile in der Beueler Innenstadt.

Im Juni lud die Verwaltung deshalb Anwohner, Gewerbetreibende und Bürger zu einem Workshop zum Thema ein. Die Ergebnisse dieser Ideenbörse hat die Stadt nun vorgelegt. Außerdem kündigt sie in einem weiteren Schritt einen zweiten Workshop an, der im Dezember stattfinden soll.

Rund 80 Bürger beteiligten sich laut der Mitteilungsvorlage der Verwaltung, die in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Beuel am Mittwoch, 2. Dezember, auf der Tagesordnung steht, an dem Workshop mit Vertretern des Stadtplanungsamts. Der weitestgehende der Bürgeranträge schlägt vor, die Friedrich-Breuer-Straße zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Doktor-Weis-Platz in eine Fußgängerzone umzuwandeln.

Die große Mehrheit der Teilnehmer des Workshops teilte diesen Vorstoß nicht, so die Verwaltung. Ausschlaggebend dafür sei die Befürchtung, daraus könnten sich ein Standortnachteil und damit eine stetige Verödung des Beueler Zentrums ergeben, heißt es.

Auslastung der Tiefgaragen soll gefördert werden

Insbesondere sei von den Anwesenden die derzeitige Parksituation und deren Auswirkungen bemängelt worden. Sie befürworteten die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung und die damit verbundene Einführung von Anwohnerparken. Auch die Anzahl der Stellplätze in der Friedrich-Breuer-Straße sollte nach dem Wunsch vieler Teilnehmer reduziert und stattdessen eine bessere Auslastung der bestehenden Tiefgaragen gefördert werden.

Der auf diese Weise gewonnene öffentliche Raum soll stattdessen beispielsweise für Sitzmöglichkeiten, Abstellanlagen für Fahrräder und Mülleimer genutzt werden. Auch eine höhere Aufenthaltsqualität, besonders auf dem Rathausvorplatz, hielt die Ideenbörse als Wunsch fest. An dem für Dezember geplanten zweiten Workshop soll nun neben den Vertretern der Bonner Stadtverwaltung eine begrenzte Zahl von Bürgern teilnehmen. Interessierte konnten sich beim ersten Termin in eine Liste eintragen. Die wichtigsten Ergebnisse des bereits durchgeführten Workshops sollen bei dieser Gelegenheit eingehender diskutiert werden. 

Anfang Juni hatte sich auch der General-Anzeiger umfangreich im Rahmen der Dialogveranstaltung "Beueler Treff" mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Berichterstattung zum Nachlesen gibt es unter ga-bonn.de/beuelertreff.