Kölschrock-Band Rhingpirate

Markenzeichen: Kölschrock

Die Rhingpiraten, das sind (von links) Jörg Manhold (Keyboards, Quetsch, Saxofon), Pitter Welter (Bass,Gesang), Uli Müller (Gesang, Gitarre, Flitsch), Andreas Wendel (Schlagzeug, Gesang) und Markus Jouaux (Gitarre, Gesang).

Die Rhingpiraten, das sind (von links) Jörg Manhold (Keyboards, Quetsch, Saxofon), Pitter Welter (Bass,Gesang), Uli Müller (Gesang, Gitarre, Flitsch), Andreas Wendel (Schlagzeug, Gesang) und Markus Jouaux (Gitarre, Gesang).

Region. Die neue Band Rhingpirate tritt am Freitag zum 60-jährigen Bestehen des Lokals „Haus Kreisch“ in Brühl und am 7. Mai auf dem Dorfplatz in Geislar auf.

Auf dem Veranstaltungsflyer für den nächsten Auftritt steht der Bandname zwar falsch geschrieben, „aber so ist das jetzt halt“. Jörg Manhold nimmt's gelassen. Er ist Keyboarder und Akkordeonist der Rhingpirate, einer Kölschrock-Band mit Mitgliedern aus Brühl, Alfter und Geislar, die seit vergangenem Sommer besteht.

Nach dem Bandnamen wurde nicht lange gesucht. Es sollte was mit Wiedererkennungswert sein und einem Hinweis auf den Dialekt. „Wir haben uns alle gewundert, dass Rhingpirate noch nicht vergeben ist“, sagt er und lacht. Vorangegangen war der Namensfindung ein dreitägiges Brainstorming in der Whatsapp-Gruppe. Das Ergebnis beinhalte zwar ein gängiges Kostüm und die Verbundenheit zur Region, impliziere aber keinesfalls, dass es sich bei den Piraten um eine Karnevalsgruppe handle: „Unterm Jahr sind wir rockig.“

Manhold und die restlichen Bandmitglieder, Sänger Uli Müller, Gitarrist Markus Jouaux, Bassist Pitter Welter und Andreas Wendel am Schlagzeug musizierten bereits in verschiedenen Formationen. Welter und Wendel fahren zweigleisig und komplettieren mit Bass und Schlagzeug Underwater, eine Rock/Pop-Coverband aus der Region.

Die Rhingpirate entstanden auf Initiative Jouauxs. Manhold: „Er hat nach einem Keyboarder gesucht und bei mir angefragt.“ Im lautstärkeisolierten Keller von Schlagzeuger Andreas Wendel erarbeiteten die fünf Musiker in den Sommermonaten 2015 ein breitgefächertes Repertoire an Coversongs von Bands wie Cat Ballou, Miljö, Brings, BAP, den Höhnern und Kasalla.

„Wir haben in der Zeit ein Programm für drei, vier Stunden aus der Erde gestampft“, so Jouaux. Ohne je zuvor einen Gig gespielt zu haben, wurden die Rhingpirate nach ein bisschen Werbung inzwischen für zehn Auftritte in diesem Jahr gebucht. „Unser allererster war bei einer Karnevalssitzung in Brühl.“

Die Vorbereitungen sind straff

Zwischen Tanzgruppen und Büttenrednern kamen die Rhingpirate regelmäßig zum Einsatz – keine Chance, sich da auch noch um die Regulierung des Blutzuckerspiegels zu kümmern. Manhold: „Wir waren von 18.30 bis 2 Uhr eingespannt. Wenn du da nicht zwischendurch zum Essen kommst, fällst du um. Darauf war ich nicht vorbereitet.“ Der Drummer stecke ihm seitdem regelmäßig präventiv ein Snickers zu.

An diesem Freitag und Anfang Mai geben die Kölschrocker ihre ersten außerkarnevalistischen Konzerte, die wohl geraffter verlaufen als ein Engagement als Sitzungskapelle. „Wir sind bei '60 Jahre Haus Kreisch' in Brühl und dem Maifest in Geislar dabei.“ Die Vorbereitungen sind straff. „Wir haben alle Jobs und Familien und nicht wahnsinnig viel Zeit zu proben“, sagt Manhold, der seit seinem 13. Lebensjahr in Bands spielt.

Dafür seien die Bandmitglieder umso fleißiger bei der Sache. Jeder trage mit seinen Talenten innerhalb seines Aktionsradius zur Weiterentwicklung bei – als Ersteller der Webseite, Merchandise-Designer oder eben Zuständiger für die konstante Versorgung mit kalorienreichen Schokoriegeln.

Die Frühlingskonzerte der Rhingpirate sind am Freitag, 29. April, ab 20 Uhr im Haus Kreisch, Rodderweg 38, in Brühl (Eintritt frei), und am Samstag, 7. Mai, 21 Uhr im Festzelt auf dem Dorfplatz, Abtstraße, in Beuel-Geislar (Eintritt frei). Weitere Informationen unter www.rhingpirate.de.