Immer einen passenden Spruch

Leiterin der Ennertschule geht in Ruhestand

Herzlicher Abschied für Gisela Steinborn.

BEUEL. "Ich bin immer gerne zur Schule gegangen", sagte Gisela Steinborn und meinte damit nicht nur Kindheit und Jugend, sondern vor allem ihre Zeit als Schulleiterin der Ennertschule. Jetzt wurde die 63-Jährige von ihren Schulkindern und dem Kollegium ebenso herzlich in den Ruhestand verabschiedet wie von Vertretern der Elternschaft und ihren schulpolitischen Mitstreitern.

Ein langer Reigen anerkennender Worte und Danksagungen zeichnete sie als ideenreiche Macherin, auf Harmonie und Ermutigung bedachte Vorgesetzte und überzeugte Europäerin. Der CDU-Europaabgeordnete Axel Voss erinnerte daran, dass Kinder der Ennertschule sangen, als im Jahr 2012 die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union im Alten Rathaus gewürdigt wurde.

Schulamtsdirektor Andreas Paul bedankte sich für den langen Atem der Direktorin bei der zunächst umstrittenen Verabschiedung vom alten Benotungsprinzip für Kinder der ersten bis dritten Klassen. Mit Schmunzeln und wissendem Nicken wurde eine besondere Facette der Steinbornschen Persönlichkeit hervorgehoben: zu jeder Gelegenheit habe sie einen passenden Spruch parat. Das Kollegium präsentierte die besten Überlieferungen als "Top Ten" pantomimisch - etwa "Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt's an der Badehose".

"Anfang der Woche mache ich hier nochmal Vertretung", sagte die Ruheständlerin, "ein Personalengpass - da konnte ich nicht Nein sagen." Danach ist sie aber wirklich weg - und erfüllt sich erst mal einen lang gehegten Traum: Outdoor-Urlaub in Uganda.