Bürgerantrag abgelehnt

Keine Ortsumgehung für Holtorf

BEUEL. Eine nördliche Ortsumgehung von Niederholtorf zur Entlastung der Löwenburgstraße wird nicht geprüft. Einen entsprechenden Bürgerantrag hat die Bezirksvertretung Beuel in ihrer Sitzung am Mittwochabend angelehnt.

Die Politiker folgten damit einstimmig der Einschätzung der Stadtverwaltung, dass die nördliche Ortsumgehung mit Hinblick auf die Kosten und den Umweltschutz keine Chance auf Realisierung hat.

Im Rahmen der erneuten Diskussion um die seit Jahrzehnten umstrittene Südtangente, sprich um den Netzschluss zwischen den Autobahnen 3 und 565, hatte der Holtorfer Otto Kielhorn wie berichtet eine eigene, kleinteilige Alternative entwickelt, um die Anwohner der Löwenburgstraße vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Sein Entwurf sah vor, dass die neue Straße vom geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung Pützchens Chaussee/Oberkasseler Straße bis zu einem weiteren Kreisel an der Kreuzung Ungartenstraße/Kreisstraße 25 in Richtung Vinxel führt.

Die neue Trasse würde durch Naturschutzgebiete führen

Zwar lobten die Politiker Kielhorns Engagement. "Es ist schön, dass Menschen sich Gedanken machen. Die Umsetzung ist aber unwahrscheinlich, weil einige Argumente dagegen sprechen", sagte Dieter Schaper (SPD). Das größte Hindernis ist für die Politiker, dass die neue Trasse mitten durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete verlaufen würde. Zudem könne nur ein kleiner Personenkreis von der Maßnahme profitieren, so Doro Schmitz (Die Grünen). "Ich erinnere an die finanzielle Situation der Stadt: Wir können uns das gar nicht leisten." Alle Fraktionen müssten gemeinsam und in Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis nach Lösungen für den wachsenden Verkehr suchen, so der einhellige Appell der Politiker. Kielhorns Entwurf solle dabei als Denkanstoß gesehen werden, befand der CDU-Stadtverordnete Reiner Burgunder.