Jahresempfang der Metroplie

Kardinal Woelki hält Festrede in der Agia Trias in Beuel

Metropolit Augoustinos Lambarkis (vorn) geleitet Rainer Maria Kardinal Woelki in die Kathedrale Agia Trias.

Metropolit Augoustinos Lambarkis (vorn) geleitet Rainer Maria Kardinal Woelki in die Kathedrale Agia Trias.

Beuel. Der Kölner Kardinal Rainer Marias Woelki hat die Festrede beim traditionellen Jahresempfang der Griechisch-Orthodoxen Metropolie gehalten. Dabei hob er die brüderliche Solidarität und geschwisterliche Verbundenheit unter den Gemeinden hervor.

Zahlreiche Gäste und Besucher strömten am Montagabend in die prachtvolle Metropolitankathedrale Agia Trias in Beuel, denn die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland, die ihren Sitz in Bonn hat, lud zum traditionellen Jahresempfang. „Den feiern wir anlässlich des Namenstags seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios“, erklärte Konstantin Vliagkoftis, Sekretär des Metropoliten Augoustinos Lambarkis. „Wir laden immer einen besonderen Festredner aus der Ökumene ein“, so Vliagkofits. Dieses Mal fiel diese Wahl auf Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln.

Der Jahresempfang begann mit der traditionellen Doxologie, dem Dankgottesdienst mit Gebeten und Gesang. Nachdem Metropolit Augoustinos die zahlreich erschienenen, sitzenden und an den Wänden sowie vor dem Saal stehenden Besucher begrüßt hatte, begann Kardinal Woelki mit seiner Rede unter dem Titel „Ganz erlöst, weil ganz von Gott angenommen“. Thematisch ging es um brüderliche Solidarität und geschwisterliche Verbundenheit unter den Gemeinden, den Dialog mit anderen Religionen und den göttlichen Heilsplan, angelehnt an das „Placuit deo“, das Schreiben der Glaubenskongregation zu Fragen der christlichen Heilslehre. „Gottes Heil schenkt Gemeinschaft“, sagte Kardinal Woelki in seiner Festansprache. „Wenn Menschen oder Gruppierungen unterschiedlicher Meinung sind, dann spricht das nicht gegen den Dialog, sondern dafür“, so Woelki weiter.

Konstantin Vliagkoftis hatte eine allgemeinere Antwort auf die Frage nach den Themen der Griechisch-Orthodoxen Metropolie: „Wir sind eine deutsche Kirche. Uns beschäftigen alle Themen, die Deutschland bewegen. Vor allem Integration ist immer ein Thema für uns.“

Der Jahresempfang der Griechisch-Orthodoxen Metropolie dient jedes Jahr gleichsam als Gelegenheit zum Austausch und der Kommunikation mit Vertretern verschiedener Kirchen des Landes sowie mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur. So fanden sich neben Erzbischof Mark der Russisch-Orthodoxen Kirche, dem Metropoliten Serafim der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und Weihbischof Wilhelm Zimmermann aus Essen auch Bürgermeisterin Gabi Klingmüller, Troisdorfs Vize-Bürgermeisterin Gisela Günther und der Stadtverordnete Christos Katzidis unter den Gästen.

Im Anschluss an die Festveranstaltung in der Kathedrale gab es einen Sektempfang mit Wein und kleinen Häppchen, bei dem es laut Metropolit Augoustinos „Gelegenheit zu guten und vielen Gesprächen“ gab.