JSG Beuel

Jugendfußballer werben für die Hannah-Stiftung

Mit der Mannschaft freuen sich Stiftungsgründer Volker Wiedeck (2.v.links) und Vereinsvorsitzender Herbert Nöllgen (rechts).

BEUEL. Ab sofort ist die Fußballmannschaft der C 1-Jugend der JSG Beuel mit neuen Trikots im Einsatz und macht so bei all ihren Spielen auf ein ernstes Thema und eine wichtige Institution aufmerksam: Die zur Unterstützung von Opfern sexueller Gewalt ins Leben gerufene Hannah-Stiftung hat der C 1-Jugend einen kompletten Trikotsatz gesponsert.

Darauf ist der Vereinsname auf dem Rücken zu lesen und das Logo der Hannah-Stiftung auf der Vorderseite zu sehen. Volker Wiedeck, Gründer der Hannah-Stiftung, überreichte am Samstag die Trikots an Herbert Nöllgen, den Vereinsvorsitzenden der JSG Beuel.

Die Jugendsportgemeinschaft Beuel steht bereits seit vielen Jahren in enger Verbindung mit der Hannah-Stiftung und unterstützt diese auf vielfältige Art: Alljährlich veranstaltet die Sportgemeinschaft ein Benefizfußballturnier, das nächste Turnier findet am 22. September im Franz-Elbern Stadion statt. Unter anderem werden die Jugendmannschaften von Bayer 04 Leverkusen, Dynamo Kiew und FC Twente Enschede an dem Turnier teilnehmen.

Vor der Übergabe richteten die Mitglieder der C 1-Jugend eine Grillfeier am Franz-Elbern Stadion aus. Der gesamte Erlös des Festes in Höhe von 1000 Euro wurde der Hannah-Stiftung übergeben: "Das ist ein Dankeschön für den Trikotsatz. So revanchieren wir uns", erklärte Vereinsmitglied Franz Wirges. Die Stiftung wurde von Volker Wiedeck, Vater der im August 2007 im Alter von 14 Jahren ermordeten Hannah, ins Leben gerufen.

Als Höhepunkt des Festes wurde ein besonderer Film gezeigt, den Franz Wirges selbst gedreht hatte: Wirges, der als Kriminalhauptkommissar tätig ist und Mitglied der Mordkommission Hannah war, die den Mörder ermitteln konnte, hatte im Jahr 2009 eine Radtour von Bonn bis nach Anger in Österreich organisiert, Teilnehmer waren die Ermittler der damaligen Mordkommission.

Wirges informiert in dem 100-minütigen Film über die Hintergründe des Mordes an Hannah, die Entstehung der Radtour und die Tour selbst . "Die Reportage einer nicht alltäglichen Radtour" zeigt, wie nicht nur 1166 Kilometer, sondern auch einige tausend Euro erradelt werden konnten. Verschiedene Unternehmen, die auf der Strecke angesteuert wurden, hatten die Aktion unterstützt und für die Hannah-Stiftung gespendet.