Kardinal-Frings-Gymnasium

Im Mchitarjan-Trikot zum Länderspiel

Jubel für Deutschland und für Armenien: Die Schüler und einige Armenier.

BEUEL. Deutschland gegen Armenien - für das Kardinal-Frings-Gymnasium (KFG) ein besonderes Fußball-Länderspiel. Denn die Beueler Schule ist seit zwölf Jahren partnerschaftlich verbunden mit zwei Schulen in Gyumri, gut 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Jerewan, sowie mit der armenischen Gemeinde im Rheinland.

Daher setzte Werner Blume, Klassenlehrer der 7a und Mitinitiator des Armenien-Projekts und noch immer dafür zuständig, viele Hebel in Bewegung, um beim Deutschen Fußball-Bund gut 50 Karten für das KFG und die armenische Gemeinde zu besorgen. Dies gelang, und so reisten am Freitagabend 22 Schüler, Eltern und Blume selbst mit 32 Armeniern nach Mainz.

"Völkerverständigung kann nur wachsen, wenn man solche Gelegenheiten nutzt, um gemeinsam so etwas zu erleben", sagte Hovik Edgarian, der für die armenische Gemeinde die Fahrt mitorganisierte. Die Armenier freuten sich über den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1, manch einer war dann aber doch etwas traurig, als die deutsche Mannschaft noch fünf Tore schoss und mit 6:1 gewann. Der zwölfjährige Ruwen aus der 7a fand die Stimmung im Mainzer Stadion besonders gut. Vor allem die vielen "La-Ola-Wellen" hatten es ihm angetan. Der 13-jährige Patrick hatte sich extra sein Borussia-Dortmund-Trikot mit dem Schriftzug von Henrich Mchitarjan angezogen, dem besten armenischen Spieler, der in Dortmund spielt und dann auch noch ein Tor erzielte. Trotzdem war Patrick für Deutschland. "Wenn sie so auch bei der WM spielen, kommen sie bestimmt ins Finale", meinte er. Weil ihr Team nicht dabei ist, wollen viele Armenier dann zu Deutschland halten, erzählten sie. Auch ein Beitrag zur Völkerverständigung.