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Headline5Festival in Beuel begeistert zur Premiere

Die Newcomerband Gin Red mit dem Festivalorganisator Niklas Müller am Saxofon.

Die Newcomerband Gin Red mit dem Festivalorganisator Niklas Müller am Saxofon.

Schwarzrheindorf. Mehr als 100 junge Musikfans sind zum ersten „Headline5Festival“ ins Haus Michael nach Schwarzrheindorf gekommen. Den Bands geht es ums Dabeisein.

Das erste von fünf jungen Nachwuchsbands selbst organisierte „Headline5Festival“ im Schwarzrheindorfer Jugendzentrum Offene Tür Haus Michael begeisterte am Freitagabend mehr als 100 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren. „Ich hatte schon früher einige Konzerte hier gegeben“, sagte Niklas Müller. Der 20-Jährige hatte nicht nur die Idee für das Festival im Haus Michael, sondern sorgte zugleich auch dafür, dass die fünf Bands, BKN, Gin Red, Pik Ass, Strangers and friends und Take One in Schwarzrheindorf auftreten konnten.

„Die gesamte Organisation des Festivals bis hin zum Sponsoring haben die Bands selber gemacht“, bestätigte die Leiterin des Jugendhauses, Freizeitpädagogin Kathrin Klevenhaus. „Es ist ganz wichtig, dass man sich als Band entwickeln kann und immer wieder vor Publikum spielt“, sagte Müller, der selber erst zum zweiten Mal mit Gin Red auftrat.

Viele der Musiker haben schon als Teenager begonnen

Seine Geschichte ähnelt der von vielen Musikern an diesem Abend: Meist schon im Teenageralter haben sie angefangen, Gitarre oder Klavier zu spielen, um sich dann schon früh in ersten Bandformationen auszuprobieren. Bei Niklas waren es zunächst die Schulband, dann die Kapelle des Karnevalsvereins, und später spielte er mit seinem Saxofon auch ab und zu in der Big Band des Jugendjazzorchesters Bonn. „Da lernt man dann den ein oder anderen Musiker kennen“, so der Festivalgründer.

Insbesondere das Zusammentreffen der Bands auf dem Toys2Masters-Wettbewerb, der für junge Bands und Solokünstler zu einem der bedeutendsten Wettbewerbe in Nordrhein-Westfalen gehört, hat letztlich zu dem ersten „Headline5Festival“ in Schwarzrheindorf geführt. Hier stieß Müllers Idee eines eigenen Festivals auf breite Zustimmung bei den Kollegen. „Wir finden so ein Event, das nur für die Jugend organisiert wird, sehr schön“, sagte Andrew von BKN, einer Band, die sich schon seit 2012 in unterschiedlichen Besetzungen in der Bonner Musikszene behauptet.

 

„Da geht’s auch nicht ums Geldverdienen, sondern einfach nur ums Dabeisein“, findet der Sänger der Band, der mit seinen Breakdowns eher für den harten Sound der Band steht. Ganz im Gegensatz zu Paul, der am Piano mit soften Tönen das andere Ende des musikalischen Spektrums von BKN bedient. Zusammen mit Vinzenz, Max, Andi und Lukas sind sich die sechs Musiker einig, dass es „total cool ist, über Toys2Masters so ein gutes Feedback zu bekommen, dass man uns zu diesem Gig hier einlädt“.

"Tolle Atmosphäre"

Ebenso muss es Mahan, Jonas, Max und Merdi ergangen sein, die im Haus Michael erst ihren zweiten Auftritt nach Toys2Masters hatten. Mit funkigem Indie-Rock, „irgendwo zwischen Ed Sheeran und Red Hot Chili Peppers“ brachten auch sie den Saal, dessen Fenster der Nachbarschaft wegen nicht geöffnet werden durften, zum Kochen.

Singersongwriter Yo Casa von Strangers and friends, der bisher vorwiegend als Solokünstler mit seiner akustischen Gitarre unterwegs war, probierte sich auf dem Festival zum ersten Mal mit seiner Band aus, zu der auch Organisator Niklas mit seinem Saxofon gehörte. Yo Casa fasste zusammen, was für viele der teilnehmenden Musiker an dem ersten „Headline5Festival“ zugetroffen haben dürfte: „Tolle Atmosphäre, sehr nette Leute, eine tolle Möglichkeit für Newcomer, sich auszuprobieren.“