Gottfried-Kinkel-Grundschule

Grundschüler werden zu Klimaexperten

Mit einer selbstentwickelten Pantomime veranschaulichen die Kinder den anderen Gruppen ihr Klimaprojekt.

Mit einer selbstentwickelten Pantomime veranschaulichen die Kinder den anderen Gruppen ihr Klimaprojekt.

Oberkassel. Referenten des Lateinamerikazentrums schildern den Kindern die Auswirkungen des Klimawandels in ihren Heimatländern.

"Was kann ich gegen den Klimawandel tun?", lautete die zentrale Frage am Mittwochmorgen in der Aula der Gottfried-Kinkel-Grundschule. Schüler der dritten Klasse tauschten Unterrichtsfächer wie Mathe, Deutsch oder Englisch gegen eine Ausbildung zum Klimadetektiv ein.

Referenten des Lateinamerikazentrums (LAZ) berichteten den Kindern im Rahmen der Wanderausstellung "Der Klimawandel, die Welt und ich" in interaktiver Form den Zusammenhang zwischen dem globalen Phänomen Klimawandel und der globalen Verantwortung.

Aufgeteilt in drei Kleingruppen, erfuhren die Kinder einiges über die schmelzenden Gletscher in Bolivien, die Mangroven-Bäume in Mexiko oder den Kohleabbau in Kolumbien. Auf selbstentwickelten Bannern veranschaulichten die Referenten mit bunten Grafiken und Bildern in kindgerechter Art und Weise die klimabedingten Probleme ihrer Länder.

Durch die Referenten, die alle in lateinamerikanischen Ländern beheimatet sind, wird ein direkter Bezug zu den Klimafolgen in ihren Herkunftsländern hergestellt und bietet den Kindern so einen authentischen Kontakt zu den Ländern.

Projektentwicklerin Stefanie Hahl sieht das neu entwickelte Projekt als eine Win-win-Situation für beide Seiten: "Die Migranten sind Experten für ihre Länder. Sie kennen die Situation vor Ort persönlich und können den Kindern ihr Wissen gut vermitteln. Zudem lernen sie, sich zu integrieren und ihre Potenziale zu entfalten."

Gemeinsam mit Robert Kaeser hat sie das Pilotprojekt, gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, ins Leben gerufen. Durch die große positive Resonanz, sowohl von den Referenten als auch von den Schulen, ist bereits ein Folgeprojekt in Planung. Mit einem Klima-Memory erarbeiteten sich die Kinder einfache, aber wichtige Regeln zum Klimaschutz wie Energiesparlampen statt Glühbirnen zu nutzen oder die Heizung nachts auszuschalten.

Dabei zeigten sich die Kinder sehr konzentriert und wissbegierig. Mit selbstentwickelten Pantomimen veranschaulichten sie in einer abschließenden Präsentation den anderen Gruppen ihr Thema und erklärten zudem noch die wichtigsten Fakten. Zum Abschluss erhielten die begeisterten Kinder eine Klimaexperten-Urkunde. Nun können sie ihr Wissen an Familie, Freunde und andere Schüler weitergeben, damit jeder Einzelne etwas zum Klimaschutz beitragen kann.

Wer sich für weitere LAZ-Projekte interessiert oder sie durch eine Spende unterstützen möchte, findet weitere Infos unter www.lateinamerikazentrum.de/laz