Rockparty geht in die zweite Runde

Green Juice Festival legt am Samstag so richtig los

Beuel. Was am Freitag mit Jubel endete, geht am Samstag noch stärker weiter: Der zweite Tag des Green Juice Festivals zeigte sich bereits am Nachmittag von seiner besten Seite.

Seit 12.30 Uhr rocken Bands wie Elia, An Early Cascade oder Abramowicz auf dem Gelände nahe der Autobahnabfahrt Pützchen und können sich dabei über ein ständig wachsendes Publikum freuen. Bis zu 4500 Besucher werden am Samstag erwartet, mehr als noch am Tag zuvor, als die Donots als Headliner eine krachende Punk-Show feierten.

Die Veranstalter ziehen daher auch ein positives Zwischenfazit, zumal alles friedlich geblieben ist und wohl auch bleiben dürfte. Immerhin wird die familiäre Atmosphäre von allen besonders geschätzt – das und natürlich die Musik. Gegen Abend werden mit den Indie-Pop-Durchstartern Von Wegen Lisbeth und dem Garage-Rock-Trio The Subways noch einmal richtig große Namen erwartet, die bis etwa 23 Uhr Vollgas geben dürften.

Erfolgreicher Start am Freitag

Das Green Juice Festival war am Freitag ein Jahr nach dem völlig verregneten Jubiläum samt eines abgesagten Konzerttags, der den Organisatoren beinahe das Genick gebrochen hätte, überaus erfolgreich gestartet und knüpft somit nahtlos an frühere Ausgaben der familiären Veranstaltung an.

Rund 3800 Besucher zogen am Freitagnachmittag bis zum Abend in Richtung Beuel, um mitten im Wohngebiet – bis heute ein erstaunliches Unikum in Bonn – zwei Tage lang zu Alternative Rock, Punk und Indie-Pop zu feiern.

Mit den Donots und The Subways stehen starke Zugpferde auf dem Programm, und auch das restliche Line-Up kann sich sehen lassen. Viele Künstler sind zum wiederholten Mal mit von der Partie, fühlen sich in diesem Umfeld ebenso wohl wie das Publikum, das den vergleichsweise intimen Rahmen und die gute Musik gleichermaßen zu schätzen weiß.

Vor allem junge Leute tummeln sich auf dem Gelände, viele nutzen das vorletzte Ferienwochenende, um noch einmal ausgelassen zu feiern und mit Freunden eine schöne Zeit zu haben. „Die Atmosphäre ist einfach toll“, sagte Robin, die mit ihren Freundinnen auch schon im vergangenen Jahr beim Green Juice war.

„Hier lernt man viele Newcomerbands kennen, und es ist nicht so voll wie auf anderen Festivals.“ Für Thalaia ist es derweil das erste Mal auf dem Beueler Gelände. „Ich finde es aber sehr nett hier, ziemlich entspannt und gut erreichbar. Ich bin schon sehr gespannt, was die Bands hier noch abliefern werden.“ Denn wenn noch ordentlich gerockt wird, könnte es kaum besser sein.

Kein Problem. Schon am Freitagnachmittag legten die letztjährigen Toys2Masters-Gewinner Attic mit ihrem Soul-Metal los, später ließen es die Post-Hardcore-Recken Fjørt so richtig krachen. Und was die Donots angeht, die erst gegen 21.45 Uhr die Bühne betraten: Die sind ohnehin Meister darin, die Menge in die Ekstase zu treiben.

Schon 2016 war die Band um die beiden Knollmann-Brüder Ingo und Guido beim Green Juice zu Gast, und auch in diesem Jahr stand dem punkigen Dauerfeuer nichts im Wege. „Wir haben die Donots als Sahnehäubchen angefragt, gerade weil sie beim letzten Mal so abgerockt haben“, erklärte Green-Juice-Pressesprecher Johannes Klockenbring. „Die Band hatte auch noch schöne Erinnerungen und hat sofort zugesagt.“

The Subways, die in diesem Jahr immerhin ihren 15. Geburtstag feiern können, waren 2011 bei der allerletzten Rheinkultur zuletzt in der Bundesstadt und eine absolute Wunschband für das Green-Juice-Team.

„Wir hoffen, damit wieder unser Publikum überzeugen zu können, um dann auch beim nächsten Mal wieder mit 7500 statt mit 5000 Leuten kalkulieren zu können“, so Klockenbring. „Bislang läuft auf jeden Fall alles perfekt. Die Menschen strömten schon früh auf das Gelände, das erstmalig angebotene Camping läuft völlig friedlich, und das Wetter spielt auch mit.“ Wer kurzfristig vorbeikommen will, kann dies übrigens tun: Tagestickets gibt es für 30 Euro vor Ort.