Kulturquartier gefordert

Gewerbe-Gemeinschaft unterstützt Pantheon

Das Pantheon Theater in Beuel.

Das Pantheon Theater in Beuel.

Beuel. Die Gewerbe-Gemeinschaft Beuel hat Verständnis für die Entscheidung des Pantheons geäußert, die Halle in Beuel nicht umzubauen.

Aus Sicht der Beueler Gewerbe-Gemeinschaft (GGB) ist und bleibt das vorrangige Ziel, zeitnah auf dem Gelände der ehemaligen Schauspielhalle ein Kulturquartier zu entwickeln. Zudem zeigt die Händlergemeinschaft Verständnis für die Entscheidung des Pantheons, auf dem städtischen Grundstück an der Siegburger Straße vorerst keine weiteren Investitionen in die Spielstätte zu tätigen. Die Stadt Bonn fordert eine Zusage der Theaterleitung von 2016 ein, die Halle Beuel zu modernisieren (der GA berichtete). „Gerade auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre ein kostspieliger Umbau nicht nachzuvollziehen“, so der GGB-Vorsitzende Werner Koch.

Aufgrund der langwierigen Verhandlungen mit der Stadt über die Vermietung der Halle Beuel an das Pantheon, sei vor der Theatereröffnung im Herbst 2016 keine Zeit für einen aufwendigen Umbau geblieben und das Pantheon habe sich deshalb entschlossen, die marode Halle auf eigene Kosten im Bestand zu renovieren, so Koch weiter.

„Der Erfolg, der sich dann nach der Eröffnung einstellte, überraschte selbst die Pantheon-Betreiber. Aus einer maroden Halle wurde ein wahrer Publikumsmagnet. Die Besucher sind von der renovierten Spielstätte durchweg begeistert. Warum also soll das Theater jetzt weitere Investitionen vornehmen, die zudem den laufenden Spielbetrieb nach Aussage der Theaterleitung für etwa ein Jahr lahm legen würden“, erklärte Koch. Ob unter den veränderten Umständen eine Erhöhung der Miete, wie jetzt von vielen Politikern gefordert wird, angemessen und für das Pantheon tragbar sei, könne die GGB nicht beurteilen.

Losgelöst von dieser strittigen Frage forderte die GGB Stadt und Verwaltung auf, auf Basis der jetzt geschaffenen Ausgangslage alle Kräfte in Richtung einer weiteren Aufwertung des gesamten Geländes der ehemaligen Schauspielhalle zu bündeln. „Wir sind seit Monaten in Gesprächen mit weiteren in Beuel ansässigen Kulturtreibenden, die sich lieber heute als morgen auf dem Gelände der ehemaligen Schauspielhalle ansiedeln würden“, sagte Koch dem GA.

Da von Seiten der Stadt bislang in dieser Hinsicht noch keine konkreten Vorschläge gekommen seien, werde die Gewerbe-Gemeinschaft hierzu einen eigenen Vorschlag ausarbeiten und in Kürze vorstellen. Aus Sicht der Händlerorganisation geht es bei der Schaffung des Kulturquartiers auch um einen Schritt in Richtung weiterer Lebensqualitätssteigerung in Beuel. „Wohnen, Leben, Arbeiten und Kultur in Einklang zu bringen – dafür ist das Gelände an der Siegburger Straße geradezu prädestiniert“, betonte der Vorsitzende, der 1987 in Beuel gegründeten Interessengemeinschaft.