Arbeiten für die S13 in Beuel

Friedrich-Breuer-Straße ist derzeit Einbahnstraße

Beuel. Die Ausbauarbeiten für die S 13 machen eine neue Verkehrsführung erforderlich. So ist die obere Friedrich-Breuer-Straße zwischen Kreisverkehr und Gustav-Kessler-Straße bis Ende April Einbahnstraße.

Da hatte eine Beuelerin Pech, als am Montagmorgen die obere Friedrich-Breuer-Straße zwischen Kreisverkehr und Gustav-Kessler-Straße zur Einbahnstraße wurde. Während der Stunde, die sie in einer Physiotherapie verbrachte, wurde das Straßenstück am Kreisverkehr als Sackgasse gekennzeichnet und im oberen Teil, kurz vor der Eisenbahnunterführung an der Gustav-Kessler-Straße gesperrt. Ihre Beschwerde bei einem gerade noch tätigen Straßenarbeiter half nichts – sie musste ihr Fahrzeug wenden und über die Kreuzstraße ausweichen. Zunächst bezeichnete sie die für sie unangekündigt erscheinende Sperrung als „unverschämt“, bis man sie aufklärte, das in ihrer Abwesenheit Schilder aufgestellt wurden, die ordnungsgemäß auf die Behinderung des Verkehrs aufmerksam machen.

Die Deutsche Bahn geht von einer Dauer von vier Wochen aus, in der aufgrund von Ausbauarbeiten für die S 13 die Friedrich-Breuer-Straße und die Gustav-Kessler-Straße für den gesamten Straßenverkehr einseitig gesperrt werden. Grund für die Sperrung sind die Erneuerungsarbeiten an der Eisenbahnunterführung Friedrich-Breuer-Straße, in deren Bereich Telekomleitungen um etwa einen Meter abgesenkt werden müssen. Da sich der Leitungsschacht auf der Gustav-Kessler-Straße befindet, muss sie wechselweise einseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird daher für etwa vier Wochen durch eine mobile Ampelanlage geregelt.

Bahnhof wird barrierefrei

Darüber hinaus ist die Friedrich-Breuer-Straße ab der Gustav-Kessler-Straße in Richtung Kreisverkehr für etwa 30 Meter einseitig gesperrt, was sie vom Kreisverkehr kommend zur Sackgasse macht. Straßenverkehr und Buslinien werden über die Kreuzstraße und Königswinterer Straße umgeleitet. Dort sind Ersatzhaltestellen eingerichtet. „Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht immer zu vermeiden. Die Deutsche Bahn wird den Baulärm auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und bittet die Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten“, so Deutsche-Bahn-Pressesprecher Dirk Pohlmann. Die jetzigen Arbeiten sind Vorbereitung für den großen Brückenneubau im kommenden Jahr. Die zweigleisige Stahlbrücke über die Königswinterer Straße wird dann durch eine viergleisige Variante ersetzt.

Auch Bahnreisende werden für die Erschwernisse im Reisezugverkehr um Verständnis gebeten. Bis zum Jahr 2026 wird die Bahn im Zusammenhang mit dem Ausbau der S13 auch den Bahnhof Bonn-Beuel barrierefrei ausbauen. Ob dann auch die Erstellung von längst benötigten Toilettenanlagen in die Baumaßnahmen der Bahn einbezogen werden, konnte die Bahn zurzeit nicht abschließend beantworten. Unabhängig von den durch die DB geplanten Maßnahmen hat die Beueler Bezirksvertretung in einer Beschlussvorlage „Öffentliche Toiletten in Bonn“ im Dezember 2018 beschlossen, die Verwaltung mit einer Beschlussvorlage für die Standorte Beueler Bahnhof und Ramersdorf zu beauftragen.