Feuerwehr informiert über neue Sicherheitsauflagen für Pützchens Markt

Wie muss ich meinen Stand aufbauen? Welche Brandschutzauflagen muss ich erfüllen? Welche Abstände muss ich einhalten? Fragen über Fragen. Geduldig versuchen Thomas Wenning und seine Kollegen von der Bonner Berufsfeuerwehr, die Probleme der Schausteller und Anwohner von Pützchens Markt (9. bis 14. September) zu lösen.

Pützchen. Wie muss ich meinen Stand aufbauen? Welche Brandschutzauflagen muss ich erfüllen? Welche Abstände muss ich einhalten? Fragen über Fragen. Geduldig versuchen Thomas Wenning und seine Kollegen von der Bonner Berufsfeuerwehr die Probleme der Schausteller und Anwohner von Pützchens Markt (9. bis 14. September) zu lösen.

Die Informationskampagne der Stadt ist erforderlich geworden, weil es für den beliebten Jahrmarkt ein neues Sicherheitskonzept gibt. Nach den tragischen Ereignissen bei der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten hat die Stadt Bonn umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen für den 643. Pützchens Markt getroffen. Vornehmlich geht es dabei um den Brandschutz für die angrenzenden Wohnhäuser, zusätzliche Rettungswege und mehr Freiräume auf dem Festplatz.

Hans Hallitzky, Kommandant der Beueler Stadtsoldaten, war nach dem Besuch im Feuerwehr-Container zufrieden: "Es war ein gutes Gespräch. Wir können unseren Stand in der Marktstraße aufbauen. Allerdings müssen wir wegen eines Fluchtweges etwas umdisponieren."

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Rüdiger Klein, Betreiber einer Cocktailbar in der Marktstraße, hat seinen Stand bereits umgerüstet: "Meine Bar ist in Leichtbauweise gefertigt. Ich werde sie jeden Abend zusammenbauen und morgens wieder aufbauen. Das muss sein, weil ich vor einer Haustür stehe, die nachts für den Notfall frei bleiben muss."

Detlef Marten, Inhaber eines Bierstandes auf der Friedenstraße, hat Auflagen von der Feuerwehr erhalten: "Ich werde mit Nachbarn nachts einen Wachmann an die Stände stellen, der im Notfall die Feuerwehr alarmieren kann."

Marlene und Heinz-Peter Wachten können ihren Lebkuchenstand ebenfalls in der Marktstraße aufbauen. "Wir bleiben die erforderlichen 1,25 Meter von der Hauswand weg. Unsere Kunden haben dann zwar etwas weniger Platz vor dem Stand, aber das wird schon funktionieren", sagte Marlene Wachten.

Beratungstermine Noch bis einschließlich Dienstag, 7. September, berät die Berufsfeuerwehr Schausteller und Anwohner in allen Fragen rund umPützchens Markt. Der Besprechungscontainer der Feuerwehr steht an der Kreuzung Marktstraße/Holzlarer Weg gegenüber der Bäckerei. Dienstags ist der Container immer von 13 bis 16 Uhr und donnerstags immer von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die Beratung ist kostenlos. Hilfreich ist es, wenn Ratsuchende Unterlagen und ein Foto vom jeweiligen Geschäft mitbringen.

Ulrich Rosen, der vor seinem Haus im Holzlarer Weg zwei Standplätze vermietet hat, wurde von Feuerwehrmann Helmut Schulten vor Ort über die Vorschriften informiert. Rosen muss Brandschutzwände an der Hauswand befestigen, dann können die stände direkt ans Haus gestellt werden. "Das muss ich meinen Mietern erst mal erklären, warum ich sie sechs Tage lang im Dunkeln sitzen lasse", sagte Rosen.

Thomas Wenning von der Feuerwehr zog eine positive Zwischenbilanz von den Bürgergesprächen: "Wir haben viel Verständnis für unsere Sicherheitsvorkehrungen von den Bürgern erfahren. Es gab keine gereizte Stimmung, und in den meisten Fällen konnten wir die Probleme lösen."

Die Budenbetreiber, die wegen der verschärften Auflagen nicht zugelassen werden können, müssen sich jetzt ans Marktamt wenden und auf einen neuen Standplatz hoffen.

Dieter Schubert vom Marktamt bewertet die Stimmung in Pützchen auch positiv: "Im persönlichen Gespräch können wir viele Unklarheiten auflösen. Wir werden außerdem in den Seitenstraßen des Festplatzgeländes auf dem Asphalt gelbe Markierungen aufbringen. Dann wissen die Budenbetreiber genau, wie groß die Grundfläche für ihre Geschäfte ist. Wir haben mit den Markierungsarbeiten auch schon begonnen."

Apropos begonnen: Die Transportwagen für das Bayernzelt sind auf den Marktwiesen eingetroffen. Die Mitarbeiter der Firma Hölzgen sind dabei, die Festhalle aufzubauen. Das Bayern-Zelt ist jedes Jahr der erste Kirmesteilnehmer, der in Pützchen eintrifft, weil der Aufbau so lange dauert.