50 Jahre Kardinal-Frings-Gymnasium

Festwoche endet mit Feier und Projektpräsentationen

Bunt und lichtdurchlässig, so wünschen sich die Schüler ihre Schule. Zum 50-jährigen Bestehen des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben sie sich mit der Architektur des Schulgebäudes beschäftigt.

LIMPERICH. Musik, Theater, Experimente, Historie und Architektur. Mit zahlreichen Projekten präsentierten Schüler und Lehrer am Samstag das Schulleben sowie das soziale Engagement in der Elsa-Brändström-Straße. Gegründet 1964, feierte das Kardinal-Frings-Gymnasium (KFG) eine Woche lang sein 50-jähriges Bestehen.

Es gab eine Wallfahrt zum Kölner Dom mit Rückfahrt auf dem Rhein sowie ein Fest mit Feuerwerk und der passenden Musik von Georg Friedrich Händel. Das Patrozinium endete am Samstag mit einem Gottesdienst im Atrium und einem großen Schulfest.

"Josef Kardinal Frings hat sich während des Nationalsozialismus für die Juden eingesetzt. Er wurde verfolgt und hat trotzdem weitergemacht. Er ist deshalb auch heute ein großes Vorbild für mich", sagte Christin. "Deshalb bin ich stolz darauf, diese Schule zu besuchen", ergänzte Sara.

Die 13-jährigen Mädchen hatten sich gemeinsam mit ihren Mitschülern mit der Historie der Schule beschäftigt und berichteten den Besuchern des Festes sachkundig über das Gymnasium, das auf Initiative des damaligen Kölner Erzbischofs gegründet und am 9. April 1964 eröffnet wurde.

Den Auftrag zum Bau der Schule erhielt der Architekt Joachim Schürmann. Der mit vielen Auszeichnungen dekorierte Kölner hat zahlreiche Privathäuser, Schulen und Sakralbauten in Köln und der Region entworfen. Aber auch der sogenannte Schürmann-Bau im Bonner Regierungsviertel, in dem heute die Deutsche Welle untergebracht ist, stammt von ihm.

Schüler der fünften bis achten Klassen haben sich in der Projektwoche mit der Architektur des KFG beschäftigt. "Das Gebäude ist terrassenförmig zum Rhein gebaut und hat einige Innenhöfe, die zur Entspannung in den Pausen dienen", sagte Bettina Klimek. "Die Schüler haben sich mit dem Grundriss der Schule beschäftigt sowie einen Vergleich mit dem mehr als hundert Jahre alten Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach vorgenommen.

Und schließlich haben sie ihre Traumschule als Modell gebaut", sagte die Lehrerin, die das Architektur-Projekt leitete. "Mir gefällt unsere Schule eigentlich ganz gut. Sie ist nicht so kompliziert wie andere und wir müssen nicht so viele Treppen steigen. Aber einen neuen Anstrich könnte sie schon vertragen", sagte der zwölf Jahre alte Jan. Gemeinsam mit seinem Schulkamerad Jasper hat er seine Traumschule, das "Bunte Waschbär Gymnasium", entworfen.

"Das Gebäude soll bunt sein, damit man Spaß hat, zur Schule zu gehen und der Unterricht nicht so langweilig ist", so Nachwuchsarchitekt Jasper. Der 12-Jährige wünscht sich außerdem, dass in seiner Traumschule mehr Experimente gemacht werden. "Der Unterricht soll praktischer sein und nicht so theoretisch", sagte der Oberkasseler.

Kunterbunt und hell mögen es auch Emilia und Marie. "Unsere Schule soll große Glasfronten haben, damit viel Licht in die Klassenräume kommt", sagt Marie. "Das KFG könnte auch mehr Farbe gebrauchen, so grau wie es ist, ist es doch etwas langweilig", meint die 12-Jährige.

Die beiden Jungarchitektinnen schätzen die kurzen Wege im KFG, setzen bei ihrem Modell jedoch auf Hightech für eine Schule der schnellen Wege: "Bei uns gibt es Laufbänder im Gebäude, für die, die zu faul zum Laufen sind", sagt Emilia.