Jungen Theater Beuel

"Eine grandiose Aufführung"

Das 15. Schultheaterfestival endete gestern mit der Verleihung des "Kobold" an das Kardinal-Frings-Gymnasium.

BEUEL. Im Jungen Theater ging gestern das 15. Schultheaterfestival der Jungen Theatergemeinde mit einer Eigenproduktion des Friedrich-Ebert-Gymnasiums und der Preisverleihung zum "Spotlight 2015" zu Ende.

Der Literaturkurs des Gymnasiums in der Jahrgangsstufe Q1 (vorletztes Schuljahr) unter der Leitung von Michaela Egbers präsentierte das Stück "Supernova - und wofür brennst Du?". Der Plot: Eine Gruppe Schüler ist auf einem Hochhausdach auf sich allein gestellt, um von dort aus das besondere Ereignis einer Supernova zu beobachten. Unter dem Sternenhimmel beginnen sie über das Leben nachzudenken. Was ist eigentlich wichtig? Und wofür lohnt es sich zu ,brennen?, bevor man wie eine Supernova endgültig verglüht?

"Ein ganzes Jahr Arbeit, wir haben das Stück entwickelt und dabei viel über uns erfahren", sagte Nora Erbay alias Maria Gaiger. Alle Texte sind authentisch, sie werden nur von anderen gesprochen. Eine gelungene Aufführung, die sehr zum Nachdenken angeregt hat. Viel Beifall und Anerkennung gab es dafür im Jungen Theater.

Der letzte Programmpunkt des Theaterfestivals wurde von allen Teilnehmern mit besonderer Spannung erwartet: die Preisverleihung. Die Jury bildeten Elisabeth Einecke-Klövekorn, Andrea Gänz, Udo Beißel, Ulrike Homann, Ingrid Kössler, Claudia Lüth, Ute Werner und Theodor-Wilhelm Cramer als Vorsitzender der Jury - alle von der Jungen Theatergemeinde Bonn. Bereits bei der Auswahl der Stücke im Vorfeld des Festivals verschaffte sich die Jury einen ersten Eindruck. "Wir sehen bei der Beurteilung selten fertige Produktionen", erklärte Cramer die Beurteilungsschwierigkeiten. Denn die Jury schaut sich die Stücke während der Proben zwischen Februar und April an.

Preise gab es in den Kategorien Sprechtheater und Sprechtheater mit Musik und/oder Tanz. Des Weiteren wurde in Grundschule sowie Sekundarstufe 1 und 2 unterschieden. Die Preise bestanden jeweils aus Urkunde und einer kleinen "Geldspende für die nächste Produktion", wie Cramer sie nannte.

Der erste Preis bei diesem Wettbewerb ist seit 3 Jahren der "Bonner Kobold". Er ging in diesem Jahr an das Kardinal-Frings-Gymnasium für das Stück "Die letzten Tage der Menschheit" nach Karl Kraus. "Eine grandiose Aufführung in den Kammerspielen" befand die Jury.