Neues Stück des Seniorentheater "Uhu"

Dreigroschenoper feiert in der Brotfabrik Premiere

Die Darsteller der Senioren-Theaergruppe

Die Darsteller der Senioren-Theaergruppe

Beuel. Das Senioren-Theaterensemble „Uhu“ bringt die Dreigroschenoper auf die Bühne der Brotfabrik. Am 25. Januar feiert das Stück Premiere, in dem die Zuschauer überrascht werden sollen und auch Raum für Improvisation bleibt.

„Finger aus der Nase und aufgepasst: Unsere Gaukler haben lange Finger und scharfe Messer.“ Mit dieser provokanten Aufforderung lockt das Ensemble des Theaters „Uhu“ zu einer ganz besonderen Zirkusaufführung auf die Bühne der Brotfabrik. „Die Zuschauer müssen sich auf eine Begegnung mit allerlei schillernden Personen einlassen, die hin und wieder auch schon mal gröbere Manieren an den Tag legen“, verspricht Christiane Goepel.

Seit Herbst proben die Amateur-Schauspieler, jetzt endlich werden Mackie Messer, Celia, Spelunken-Jenny, Bettler, Gangster sowie Huren die Bühne betreten: Am Donnerstag, 25. Januar, feiert das Theater „Uhu“ Premiere einer eigenen Interpretation der Dreigroschenoper im Theatersaal der Brotfabrik. „Eine Oper so opulent wie sie nur Bettler erträumen können“, erklärt Goepel. Dabei haben sich die Laiendarsteller unter der Regie von Volker Maria Engel für eine ganz besondere Inszenierung entschieden. „Wir werden unseren Zuschauern ein Spiel im Spiel präsentieren“, verspricht die Leiterin. In fliegendem Wechsel schlüpfen die „Uhus“ in diverse Rollen und kehren wieder in ihren ursprünglichen Charakter zurück. Es werden Gassenhauer geschmettert, Freunde verraten und natürlich Herzen gebrochen.

Inhalt des Brecht-Stücks ist aktueller denn je

Die musikalische Leitung hat Berthold Wicke am Klavier übernommen. Unterstützt wird er von Matthias Höhn, Regina Klinkenberg sowie Susanne Schietzel, die verschiedene Instrumente wie Akkordeon, Hörner oder Flöten einsetzen. „Es wird ein Rascheln und Quietschen geben. Die Musiker können die Instrumente je nach Stimmung und Atmosphäre einsetzen. Es gibt zwar eine Regie, doch sie können jederzeit improvisieren“, erklärt Goepel. Als Schauspieler stehen Stefan Behrens, Elsa Bleeck, Christiane Goepel, Regina Klinkenberg, Petra Marx, Wolfgang Marx-Bansemer, Michael Schneider und Norbert Schmelz auf der Bühne.

Der Inhalt des Brecht-Stücks ist dabei aktueller denn je. „Gerade erst wurde berichtet, dass auch bei der royalen Hochzeit in England Obdachlose sowie Bettler im Umkreis des Palastes vertrieben werden sollen. Genau wie in der Dreigroschenoper“, erzählt Goepel. „Die Handlung ist also sehr aktuell.“

Beim Theater „Uhu“ spielen Akteure im Alter von 55 bis 72 Jahren – eben „unter hundert“ – mit. „Wir sind eine wirklich bunte Truppe“, so Christiane Goepel. Es gehören Rentner, Sozialpädagogen, Musiklehrer, ein ehemaliger Kneipenwirt sowie Therapeuten zum Ensemble.

Die Premiere ist am Donnerstag, 25. Januar, ab 20 Uhr im Theatersaal der Brotfabrik. Weitere Aufführungen sind am Freitag und Samstag, 26. und 27. Januar, sowie am 22., 23. und 24. März. Onlinetickets gibt es unter www.brotfarbrik-theater.de.