Erfolg in der Brotfabrik

Die Bonner Buchmesse wächst

Interessierte Besucher und zufriedene Aussteller: Die „BonnBuch“ hat in der Szene schon einiges bewegt.

Interessierte Besucher und zufriedene Aussteller: Die „BonnBuch“ hat in der Szene schon einiges bewegt.

Beuel. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr fand die zweite Ausgabe der Bonner Buchmesse schon mit doppelt so vielen Ständen in der Brotfabrik statt.

Nach dem großen Erfolg der ersten Bonner Buchmesse im vergangenen Jahr haben die Veranstalter diesmal aufstocken können: doppelt so viele Stände hatten in der Brotfabrik Platz gefunden. „Dieses Mal haben wir 50 Stände, und wir haben dank der Brotfabrik auch mehr Räume“, bilanzierte Veranstalter Hans Weingartz und erklärte: „Die Stände finden Platz im Eingangsbereich und dem Theatersaal, parallel nutzen wir zwei Räume für die Lesungen, die im vergangenen Jahr ausschließlich in der Kulturkneipe stattgefunden haben.“

Die Erstauflage der „BonnBuch“ war 2016 ein riesiger Erfolg und hat in der Szene auch bis heute einiges bewegt. „Unsere Idee, dass die Buchmesse auch eine Kontaktbörse für Verleger und Autoren sein soll, ist aufgegangen“, sagte Weingartz. Seitdem hätten viele, die vorher noch Zweifel hatten, Verlage gegründet oder auch wieder neue Bücher herausgebracht. Besonders das Segment der Selbstverlage hat laut Weingartz zugenommen.

„Dieser Bereich wird inzwischen auch von der Frankfurter Buchmesse nicht mehr ignoriert – nur hier sind die Autoren dann in der Regel auch selber da.“ Man merke, dass ohne dieses Forum vielen Verlagen die Motivation gefehlt habe.

Vertreten waren wieder Verleger und Schriftsteller aus der Region oder mit Bonn-Bezug. Das ist das Kriterium für die Teilnahme an der BonnBuch. Von der Literaturzeitschrift über Krimis, Kinderbücher, Regionalia, Belletristik und Lyrik konnte jeder Besucher fündig werden bei der „BonnBuch“. Neben 14 Verlagen waren auch die Erscheinungen verschiedener Institutionen, Vereine und Schreibwerkstätten zu sehen – kleine Entdeckungen, auf die man sonst nicht gestoßen wäre.

Brandaktuell sind auch die liebevollen Neuerscheinungen des Alawi-Verlags, der Bücher von Autorinnen aus dem arabischen Raum übersetzt und herausgibt. Auch die Liste der ausgestellten Neuerscheinungen in diesem Jahr ist immens und führt vor Augen, welch rege Literaturstadt Bonn auch ist. Einen zusätzlichen Eindruck von der ganzen Vielfalt konnten die Besucher in den zahlreichen Lesungen erhalten, die in zwei Räumen parallel stattfinden konnten.

Dass die „BonnBuch“ bereits jetzt auch überregionales Interesse weckt, zeigt alleine der neue Schirmherr: Nachdem Oberbürgermeister Ashok Sridharan diese Aufgabe im vergangenen Jahr bei der Premiere übernommen hatte, so ist der diesjährige Schirmherr bereits Ministerpräsident Armin Laschet.

Wie sehen Fazit und Ausblick von Hans Weingartz aus? „Für uns ist ganz klar, dass es nicht bei diesen zwei Ausgaben bleiben sollte; dafür ist der Erfolg zu groß. Und auch die Zusammenarbeit mit der Brotfabrik ist so gut, dass wir gerne weitermachen möchten.“ Quantitativ komme man in diesem Jahr an die Grenzen. Mehr Stände würden es also nicht werden. „Aber wir überlegen, ob wir nicht den Blick etwas öffnen und von dem reinen Bonn-Bezug weggehen und uns bis nach Köln und Düsseldorf öffnen“, so Weingartz. Das sei zumindest eine Überlegung für das nächste Jahr.