Deutsches Museum und vier Bonner Schulen unterzeichnen Lernpartnerschaft

Der Funke soll überspringen

Freuen sich: (v.l.) Rüdiger Schmidt, Rainer Winand, Andrea Niehaus und Dario Thomas.

Freuen sich: (v.l.) Rüdiger Schmidt, Rainer Winand, Andrea Niehaus und Dario Thomas.

Beuel. Die bereits seit mehr als 20 Jahren bestehende Kooperation zwischen dem Deutschen Museum und der Integrierten Gesamtschule Beuel (IGS) wurde am Donnerstag mit der Ratifizierung einer offiziellen Lernpartnerschaft zwischen IGS und Museum im Rahmen der Bildungsinitiative des Kooperationsnetzes von Unternehmen der Region und Schulen (KURS) mit allen Beteiligten gefeiert.

Die KURS-Lernpartnerschaften vermitteln Jungen und Mädchen Einblicke in die unterschiedlichen Berufsfelder der Arbeitswelt und sollen ihnen dabei die Anwendbarkeit des in der Schule erworbenen Wissens verdeutlichen.

Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der IGS erhielten auch die jugendlichen Teilnehmer aus der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, der August-Macke-Schule und der St. Hedwig Schule Urkunden für ihre erfolgreiche Trainingszeit im Deutschen Museum, die mit der Aushändigung eines Laborführerscheins dokumentiert wurde.

Im Rahmen einer Feierstunde begrüßten die Schüler in den Sprachen ihrer Herkunft, von Griechisch über Türkisch bis Somalisch, zusammen mit Museumsleiterin Andrea Niehaus die Gäste Rüdiger Schmidt von der Bezirksregierung in Köln sowie Dario Thomas von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, die zur Übergabe der KURS-Kooperationsurkunden ins Museum an der Ahrstraße gekommen waren.

Niehaus freute sich: Damit könne sie einmal mehr deutlich machen, dass das Deutsche Museum ein lebendiger Bildungsort sei, der Schüler motivieren und inspirieren könne. "Wir möchten hier den berühmten Funken in den so genannten MINT-Fächern, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik überspringen lassen", so die Museumschefin.

Sie ist der Überzeugung, dass die Angebote ihres Museums dazu führen können, dass Schülerinnen und Schüler eine bewusste Berufsentscheidung treffen können. "Unsere Kooperation geht durch alle Klassenstufen", ergänzt IGS-Schulleiter Rainer Winand. Sie sei derart angelegt, dass seine Schüler auch zu Tests von neuen Angeboten des Museums herangezogen würden.

Eine wichtige Zusammenarbeit, bestätigte Niehaus. Damit könne das Museum frühzeitig die Erkenntnis gewinnen, Workshop-Angebote nicht "an den Schülern vorbei zu konzipieren". KURS-Koordinatorin Rita Siegemund freute sich, das Deutsche Museum als Lernpartner für KURS gewonnen zu haben.

Die anwendungsorientierten Einblicke, die Schülerinnen und Schüler dort gewinnen könnten, unterstützten auf beste Weise das Anliegen, Wirtschaft und Schule miteinander zu verbinden. Mittlerweile werden 750 KURS-Kooperationen durch die Initiative von Bezirksregierung Köln, der IHK Köln, Bonn/Rhein-Sieg und Aachen sowie durch die Kölner Handwerkskammer unterstützt.