Wünsche für den Bürgerhaushalt

Das wollen die Anwohner in Beuel verbessern

Liegt derzeit im Ranking auf Platz 28 von 40: Bürger wünschen sich für die Pützchener Marktwiesen mehrere Begegnungsräume - unter anderem mit mobilen Möbeln.

Liegt derzeit im Ranking auf Platz 28 von 40: Bürger wünschen sich für die Pützchener Marktwiesen mehrere Begegnungsräume - unter anderem mit mobilen Möbeln.

Beuel. Die Beueler können noch bis 10. Juli ihre Wünsche zum Bürgerhaushalt äußern. Bisher gibt es 40 Vorschläge. Derzeit unter den Top 8: Neue Toiletten, ein Pfandbechersystem für Beueler Cafés und essbarer Garten am Rheinufer.

Das Abstimmungsverfahren für den ersten Bürgerhaushalt der Stadt Bonn nähert sich ganz langsam der finalen Phase. Noch bis Dienstag, 10. Juli, können die Beueler in einem zweiten Durchgang über die Wunschliste für den Bürgerhaushalt abstimmen. Für den rechtsrheinischen Stadtbezirk stehen derzeit acht Projekte in der engeren Auswahl. Allerdings verweist die Stadt Bonn darauf, dass während des zweiten Abstimmungsdurchgangs noch weitere Wünsche aufgelistet werden können.

Bis zum 26. Juni haben die Fachämter die zehn am besten bewerteten Vorschläge je Stadtteil geprüft – und zwar im Hinblick auf Zuständigkeit, Umsetzbarkeit und anfallende Kosten. Kein Einzelprojekt durfte teurer sein als 10 000 Euro. Nicht umsetzbare Vorschläge wurden durch nachrückende ersetzt. 40 Wünsche hatten die Beueler online bei der Stadt eingereicht. Alle Interessierten können die Stellungnahmen der Verwaltung unter den entsprechenden Vorschlägen im Online-Dialog zum Bürgerhaushalt auf www.bonn-macht-mit.de einsehen. Nach der Überprüfung durch die Stadt liegen folgende Projekte derzeit auf den ersten Plätzen:

  • Platz 1: Neue Toiletten für die Turnhalle an der Ringstraße wünschen sich gleich mehrere Nutzer der städtischen Halle – und zwar im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Die Verwaltung sagt dazu: Die Maßnahme sei grundsätzlich umsetzbar. Die Kosten für den Austausch von acht Toiletten ohne Fliesenarbeiten liegen bei circa 4000 Euro, die Instandsetzung von 20 Türschlössern kostet etwa 1500 Euro.
  • Platz 2: Eine Wegverschönerung für Vilich-Müldorf und zwar von der Stadtbahnhaltestelle der Linie 66 bis zur Dorfmitte. Der dortige Weg ist klein, aber stark frequentiert. Bei Regen steht er schnell im Wasser und wird matschig. Deshalb wünschen sich Bürger einen festeren Belag. Laut Verwaltung würde die Umsetzung des Wunsches rund 5000 Euro kosten.
  • Platz 3: Beuel soll Pilot-Stadtbezirk für einen Testlauf mit einem Pfandbechersystem unter dem Namen „Bonner Becher“ werden. 1000 Becher sollen zunächst gekauft werden. Sie sollen unter anderem an Cafés und Bäckereien verteilt werden. Die Verwaltung begrüßt die Idee und hat Kosten von etwa 5000 Euro ausgerechnet.
  • Platz 4: Zwei Betonbänke und Tische zum Verweilen auf dem schmalen Weg zwischen Stadtbahnhaltestelle Vilich-Müldorf und Dorfmitte. Die Stadt hält den Wunsch für realisierbar, Kosten: 3000 Euro.
  • Platz 5: Große Mülleimer für das Beueler Rheinufer im Abschnitt von Bröltalbahnweg bis Rondell, damit das Müllaufkommen reduziert werden kann. Die Verwaltung hat den Vorschlag geprüft und zehn Mülleimer für diesen Abschnitt für nötig befunden. Kosten: 7500 Euro.
  • Platz 6: Zum Thema „Essbare Stadt“ schlägt ein Bürger vor, einen Grünstreifen am Beueler Rheinufer zwischen Marienstraße und Friedrich-Breuer-Straße mit essbaren Pflanzen und Kräutern zu bestücken. Die Stadt hat die Kosten in Höhe von 1000 Euro veranschlagt. Die Pflege der Fläche würde die Stadt jedoch nicht übernehmen.
  • Platz 7: Eine Tischtennisplatte und/oder Kletterwand für den Rheinuferabschnitt zwischen Chinaschiff und „Blauer Affe“. Die Stadt schätzt die Kosten dafür auf 5000 Euro. Allerdings müsse der Standort hochwassersicher sein.
  • Platz 8: Kostenfreie Hundekottüten für den Bröltalbahnweg. Die Stadt hat dort und im Umfeld zehn weitere Standorte für Beuel aufgelistet. Kosten: 2000 Euro.