Das sagen die Ratsfraktionen:

Georg Fenninger (CDU): „Der Handlungsbedarf in Beuel ist eindeutig da. Aber ich rate von überhasteten Reaktionen ab. Das Sanierungskonzept für die Bonner Kultur liegt noch gar nicht komplett vor und muss noch beraten werden. Für ein Quartier in Beuel müssen zuerst Ziele formuliert werden. Dann muss mit dem zuständigen Landesministerium geklärt werden, ob Städtebauförderungsmittel aus dem Landeshaushalt abgerufen werden können. Da Beuel jetzt mit Guido Déus einen Landtagsabgeordneten als Bezirksbürgermeister hat, können diese Fragen auf dem kurzen Dienstweg schon mal geklärt werden.

Tom Schmitt (Die Grünen): „Als Fraktion haben wir uns mit dem Thema noch nicht beschäftigt. Aber es ist unumstritten, dass wir eine Quartierentwicklung in Beuel befürworten. Die Frage ist nur, wie. Ich schlage vor, dass die Verwaltung erst prüft, welche Projekte an dieser Stelle umsetzbar sein könnten und ob es dafür Zuschüsse aus Düsseldorf geben könnte. Erst wenn wir realistische Rahmenbedingungen vorliegen haben, kann der Rat darüber entscheiden. Der Antrag aus Beuel kommt mir wie ein Schnellschuss vor.“

Werner Hümmrich (FDP): „Die Initiative aus Beuel erhält meine volle Unterstützung. Mit dem Pantheon-Umzug nach Beuel haben wir das politische Signal gegeben, dort ein Quartier zu entwickeln. Die Aussage des Kulturdezernenten wundert mich. Das ist nicht mit der Politik abgesprochen. Wir können die Entwicklung in Beuel nicht zehn Jahre blockieren. In der gemeinsamen Sitzung von Kultur- und Finanzausschuss am 19. September werden wir viele Fragen an die Verwaltung richten.“

Bärbel Richter (SPD): „Der Prozess für ein Quartier muss jetzt eingeleitet werden und zwar schrittweise. Deshalb werden wir den Antrag aus Beuel unterstützen. Der Umgang mit dem Pantheon ist nicht fair. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die freie Kultur nicht gegen Oper und Schauspiel ausgespielt wird. Beuel sollte aber kein Geld aus dem Bezirkshaushalt für das Projekt einsetzen, das Geld muss woanders herkommen.“