Das ist bislang geschehen

Im September 2017 hat die Firma Sahle Wohnen das 8,6 Hektar große Hauptgelände (Grafik: Gelände 1) von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erworben. Die restlichen sieben Hektar unbebauter Grünfläche (Gelände 2) sind noch im Besitz der Kammer. Die Stadt Bonn beabsichtigt, dieses Gelände an der Ecke Siebengebirgsstraße/Ungartenstraße als Wohnreservefläche zu kaufen. Das Gelände 3 ist bereits im Besitz der Stadt Bonn.

Da das Bebauungsplanverfahren für das Hauptgelände (1) noch nicht abgeschlossen ist, will die Firma Sahle Wohnen mit der Planung und Bebauung des Geländes so lange warten, bis die städtebaulichen Zielsetzungen feststehen. Unzufrieden ist die Politik mit dem aktuellen Verhandlungsstand zwischen der Stadt Bonn und der Firma Sahle bezüglich der Inhalte eines städtebaulichen Vertrags. Deshalb wurde die Stadt im Juni von der Politik beauftragt, mit dem Ziel nachzuverhandeln, dass der Investor Sahle für die Kosten der fehlenden Infrastruktur aufkommt. Gedacht wird dabei unter anderem an den Bau eines Kindergartens und eines Supermarkts.

2016 sickerten Zahlen auf Grundlage von Gutachterberechnungen durch. Es hieß, es könnten in den nächsten zehn Jahren bis zu 1200 Neubürger in 464 Wohneinheiten auf dem Gelände in Roleber eine neue Heimat finden. Dagegen laufen viele Bürger Sturm. Die Region „om Berg“ (Hoholz, Roleber und Gielgen) zählt derzeit rund 3500 Einwohner. Die Gutachter haben insgesamt ein 57 Hektar großes Gelände zwischen Holtorf und Roleber auf mögliche Wohnbebauung untersucht.