Elternfreie Zone

Das bietet die Bonner Jugendfarm für die Kleinsten

Beuel. Die Bonner Jugendfarm ist ein Dorado für Kinder. Die kleinen Besucher pflegen und füttern Kleintiere, misten Ställe aus, bauen Buden und Hütten, basteln, malen und werken oder spielen auf dem großen Gelände.

Gustav Gans ist ein wahrer Glückspilz. Wochenlang bekam er nicht nur jede Menge Streicheleinheiten, sondern er wurde auch mit so mancher „Federvieh“-Leckerei verwöhnt. Klein-Gustav war die Attraktion im vergangenen Jahr auf der Jugendfarm in Beuel. „Ob wir in diesem Jahr wieder Nachwuchs bekommen, wissen wir noch nicht“, schmunzelt Elisabeth Koppitz, Bereichsleiterin der bunten Budenstadt am Holzlarer Weg. „Zumindest bei unseren Hühnern bin ich aber zuversichtlich.“ Bei den Schafen und Ziegen könnte sich vielleicht ebenfalls noch einmal etwas ankündigen. „Nur unsere Esel sind zu alt. Da erwarten wir nichts mehr“, ergänzt sie.

Seit mehr als 30 Jahren kommen teilweise bis zu 120 Kinder ab sechs Jahren täglich zur Jugendfarm. Und das zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Die kleinen Besucher pflegen und füttern Kleintiere, misten Ställe aus, bauen Buden und Hütten, basteln, malen und werken oder spielen auf dem großen Gelände. „Wir fördern die individuelle Entwicklung junger Menschen, ihre Fantasie und ihre Kreativität“, beschreibt Koppitz die Ziele. Schließlich unterstütze das Spielen sowohl die Charakterbildung als auch die Persönlichkeitsentwicklung, was wiederum Einfluss auf das Lernen hat. „Bewegung und Sinneswahrnehmung sind bei uns eng miteinander verknüpft“, erklärt die Bereichsleiterin.

Tag der offenen Tür findet regelmäßig statt

Geöffnet ist die Jugendfarm ab 14 Uhr (samstags ab 11 Uhr). Hoch her geht es am Holzlarer Weg natürlich in den Ferien. Los geht es in diesem Jahr in den Osterferien. In der Zeit vom 15. bis 26. April (10 bis 16 Uhr) gibt’s für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren Abenteuer rund ums Lagerfeuer, es wird gemeinsam gebacken und gekocht, und es werden verschiedene Kunst- und Kreativprojekte durchgeführt. Bei Bedarf werden Kinder bereits vor den offiziellen Öffnungszeiten betreut. Infos rund um das Osterferienprogram gibt es unter www.jugendfarm-bonn.de.

Kaum erwarten können es die Kinder, bis sie im Sommer wieder ihre Ministadt ausrufen und die Jugendfarm erneut in eine „Elternfreie Zone“ verwandeln. Rund 300 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren und etwa 90 Betreuer werden in verschiedenen Gruppen vom 22. Juli bis 2. August in Mini-Beuel leben. Dafür werden noch Betreuer gesucht. „Wir freuen uns über jeden, der engagiert ist und Lust sowie Spaß an der Arbeit mit Kindern hat“, sagt Koppitz. Das Infotreffen findet am Mittwoch, 13. Februar, um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum der Nommensenkirche, Am Weidenbach 21, in Pützchen, statt. Die Helfer sollten mindestens 16 und nicht älter als 27 Jahre sein. Sie werden in einer Wochenendschulung auf die Arbeit vorbereitet.

Seit Anfang des Jahres bietet die Jugendfarm zudem einmal im Monat einen Tag der offenen Tür an. „Wir wollen Eltern und Kinder, die uns noch nicht kennen, die Möglichkeit geben, die Jugendfarm zu erkunden“, sagt Koppitz.

Jeden zweiten Samstag im Monat öffnet die Farm dafür ab 14 Uhr ihre Tore. Dann können auch Kinder unter sechs Jahren die Anlage gemeinsam mit ihren Eltern entdecken. Die nächsten Termine sind: 9. Februar, 9. März sowie 13. April. Am Samstag, 11. Mai, findet zudem das große Frühlings- und Familienfest auf dem Areal am Holzlarer Weg statt.