Benefizkonzert mit "Wave of joy"

Das Publikum klatscht und swingt mit

BEUEL. Laut und gut - so singt der Gospelchor "Wave of Joy", kündigte Chorsprecher Volker Schade vor dem Konzert in der St. Paulus Kirche an.

Gut und mit viel Gefühl, ab und an auch laut, aber mit viel Rhythmus, so gestaltete sich das Benefizkonzert unter der Leitung von Angelika Rehaag. Sie ist eine im In- und Ausland angesehene Workshop- und Seminarleiterin für "contemporary black gospel music". Kein Wunder, dass in der Kirche Erinnerungen an die Gospelszene aus dem Film der "Blues Brothers" wachgerufen wurden, wenn alle Besucher mitklatschten, mitswingten und mitsangen. Einen großen Anteil daran hatte auch der Pianist Lukasz Flakus, der sein Jazz-Studium bei seinen Zwischenspielen nicht verleugnen konnte.

Die Kirche war so voll wie sonst nie an einem Werktag. Dass das Konzert den Besuchern gefallen hat, zeigte es immer wieder am reichlichen Applaus. Mit besonderen Ovationen wurde die Solistin des Chors, Linda Granzow, für ihren Song "If you come to him" bedacht. Es war ihr Abschiedskonzert. Aus beruflichen Gründen muss sie Bonn verlassen. Der Chor selber kam am Ende nicht ohne eine Zugabe aus der Kirche und verabschiedete sich mit dem Lied "The lord just keeps on blessing me".

Der Reinerlös des Benefizkonzerts von "Wave of Joy" - der Eintritt war frei, es wurde gesammelt - war zugunsten der Erdbebenopfer in Nepal. Ein Mitglied des Chors arbeitet bei Don Bosco Mondo, einer weltweit tätigen Organisation, die sich um Bildung, berufliche Ausbildung, Nothilfe und die Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen kümmert. Der Gospelchor hat die Erdbebenkatastrophe in Nepal im Frühjahr 2015 nicht vergessen und möchte seinen Anteil am Wiederaufbau leisten.

Drei Schulen und mehr als 1 000 Schulkinder sollen von der Sammlung von Don Bosco Mondo profitieren. "Das Geld, was dorthin geht, kommt sehr gut an", ist sich Volker Schade sicher. Auch wenn es nur ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein ist.