Kulturzentrum in Ramersdorf

Das KaBeTÉ feiert fünften Geburtstag

Lothar Schiefer bei seinem Auftritt 
im KaBeTÉ.

Lothar Schiefer bei seinem Auftritt 
im KaBeTÉ.

RAMERSDORF. Das Kulturzentrum KaBeTÉ hat mit einer offenen Bühne seinen fünften Geburtstag gefeiert. Eines der wichtigsten Projekte ist es, Hobbykünstlern eine Bühne zu bieten.

Das Kulturzentrum KaBeTÉ in Ramersdorf hat mit einer gut besuchten „Offenen Bühne“ am vergangenen Samstag sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. Wie schnell die Zeit vergeht und wie sich selbst die Macher verschätzen können, bewies dabei Vanessa Topf, die Leiterin des KUNSTraums im KaBeTÉ, als sie bei der kleinen Feier erklärte, dass dieser erst seit zwei Jahren bestehe. Petra Marx-Kloß, die Gründerin des Kulturzentrums, machte sie dann darauf aufmerksam, dass es den KUNSTraum bereits seit 2014 gebe.

Topf arbeitet seit ihrer Schauspielausbildung freiberuflich als Schauspielerin, Theaterpädagogin, Regisseurin und Autorin. Sie veranstaltet regelmäßig Theaterworkshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Der derzeitige Workshop feiert seine Premiere am 1. April mit dem von den Teilnehmern selbst geschriebenen Stück „Worauf wartest Du?“.

Der Dauerbrenner ist die „Offene Bühne“, bei der sich einmal im Quartal jeder auf die Bühne wagen kann. „Unsere 'Offene Bühne' ist ein wunderbarer Ort, um die Mutigen unter uns zu feiern. Diejenigen, die sich trauen, etwas Neues zu wagen, sich auszuprobieren, ohne zu wissen, wie das Publikum auf sie reagieren wird“, beschreibt Topf das Projekt.

Junges Trio überzeugt mit Lied über „Conny Kramer“

Lothar Schiefer etwa schreibt hauptberuflich Gebrauchstexte und hat sich entschlossen, zur Abwechslung auch mal komische Texte zu schreiben. In Anlehnung an den bei Musikern gebräuchlichen Ausdruck „Singer-Songwriter“ nennt er sich „Reader-Textwriter“. Seit einem Jahr geht er damit auf die Bühne und liest zum Beispiel über den Star Eddie, einen Vogel, der sich für etwas Besseres hält, oder über den Zusammenhang seines Bluthochdrucks mit Viagra.

Lucia (18), Marlene (19) und Alicia (19) sind drei Mädchen aus Rheinbach, die sich zwar kennen, jedoch erst vor wenigen Tagen beschlossen haben, zusammen aufzutreten. Lucia komponiert Songs, kann aber nicht singen, und hat sich deshalb Marlene und Alicia hinzugeholt. Trotz technischer Probleme klang ihr Lied über „Conny Kramer“ ziemlich gut.

Robert Bude schreibt ebenfalls Geschichten. Skurrile Geschichten, die immer die gleichen Protagonisten haben. „Das macht es mir einfacher“, sagt er. Für eine gute Geschichte benötigt er nur ein bis zwei Stunden. „Brauche ich länger, wird es meistens nichts.“

Vanessa Topf zog abschließend ein positives Fazit: „Es war ein wundervoller Abend mit vielen tollen Künstlern, die gar nicht mehr nach Hause wollten und nach der 'Offenen Bühne' noch weiter miteinander Musik gemacht haben.“