Kardinal-Frings-Gymnasium

Das Ende der labbrigen Lieferpizza

Präsentieren ihre Geschäftsidee für eine Pizzabox, die die Teigfladen knusprig hält: (v. l.) Bianca Steiner, Nick Härtel, Nawid Hemmesi, Nils Herrington und Torben Lütkehermöller vom Kardinal-Frings-Gymnasium.

Präsentieren ihre Geschäftsidee für eine Pizzabox, die die Teigfladen knusprig hält: (v. l.) Bianca Steiner, Nick Härtel, Nawid Hemmesi, Nils Herrington und Torben Lütkehermöller vom Kardinal-Frings-Gymnasium.

BEUEL. Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben eine spezielle Lieferbox für Pizzas entwickelt, die die Teigfladen bei der Auslieferung schön knusprig. Mit dieser Geschäftsidee haben sie sich beim Wettbewerb business@school für das Bundesfinale in München qualifiziert.

Labbrig, kalt und alles andere als knusprig: Wer eine Pizza bei einem der zahlreichen Lieferdienste bestellt, der bekommt meist nicht das, was er von seinem Lieblingsitaliener kennt. Auch Nils Herrington, Torben Lütkehermöller, Bianca Steiner, Nick Härtel und Nawid Hemmesi waren mit dem, was ihnen im Pappkarton serviert wurde, nicht zufrieden. „Es muss doch möglich sein, dass eine Pizza warm und auch noch knusprig beim Kunden ankommt“, meinten sie und tüftelten an einer alternativen Verpackung für die Zustellung.

Drei Monate lang kombinierten sie verschiedene Materialien, veränderten ihr Produkt immer wieder und stellten schließlich zufrieden fest: das funktioniert. Die Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben eine spezielle ZeoBox entworfen, die im Rahmen mit Zeoltih-Pads ausgestattet ist. „Die schon bei der Waschmaschine angewandte Zeolith-Technologie saugt Wasserdampf auf, erzeugt simultan Wärme und durch das Dampfdruckgefälle wird diese gespeichert.

Dadurch kommt die Pizza knusprig nach Hause“, testeten Nils und seine Mitschüler der Jahrgangsstufe 11. „Die ersten Lieferdienste haben schon nachgefragt. Derzeit prüfen wir, ein entsprechendes Patent anzumelden“, erklärten die zukünftigen Jungunternehmer. Mit ihrer Geschäftsidee beteiligten sich die Oberstufenschüler am „business@school“ Regionalentscheid NRW-Süd von „The Boston Consulting Group“. Dafür präsentierten neun Teams ihre Innovation mit entsprechendem Businessplan einer hochkarätigen Jury aus Managern großer Unternehmen im Kardinal-Frings-Gymnasium.

Dabei waren auch Cedrick Ebbing, Jannis Helmstaedter, Vivien Klossek, Vincent Maas und Sven Sting vom Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef. Sie stellten den Juroren ihr „SurfaceLight“ vor. Dabei handelt es sich um eine 2-in-1-Fahrradlampe, die aus einem LED sowie einem speziellen Laser besteht, der zu einem Gitter auf dem Boden gebrochen wird. „Damit sieht der Fahrer ein Raster, das seine Form stets an die tatsächlichen Gegebenheiten anpasst.

So können Hindernisse schneller wahrgenommen werden und der Fahrer kann früher reagieren und ausweichen“, so die Bad Honnefer Gymnasiasten. Doch nicht nur die Entwicklung ihres innovativen Fahrradlichts war eine Herausforderung für die 17-Jährigen. „Wir hatten uns zuvor noch nie mit Bilanzen oder Gewinn-und-Verlust-Rechnungen auseinandergesetzt. Aber auch das gehörte zu unserem Vorschlag. An diesen Unterlagen haben wir lange gesessen“, meinte Cedrick.

Das Team des Kardinal-Frings-Gymnasiums traf mit der ZeoBox offenbar so ganz den Geschmack der Manager. Denn Nils, Torben, Bianca, Nick und Nawid waren am Ende die Sieger der Regionalentscheidung NRW-Süd. Die hochkarätige Wirtschaftsjury zeigte sich sowohl von der Idee als auch von dem durchdachten Businessplan beeindruckt. „Ein runder Auftritt mit einer simplen Idee. Das Produkt besitzt großes Potenzial, und die Darstellung war analytisch sauber aufbereitet“, lautete die einstimmige Meinung der Wirtschaftsmanager.

Die Beueler Oberstufenschüler werden ihre Geschäftsidee beim deutschlandweiten Finale in München am Montag, 20. Juni, erneut präsentieren. Auf dem zweiten Platz des Regionalentscheids NRW-Süd in Beuel landete das Team des Honnefer Siebengebirgsgymnasiums.

Deutschlandweit haben sich in diesem Schuljahr rund 90 Schulen an dem Wettbewerb beteiligt.