Gespräch am Wochenende

Bonner Buchmesse ist Bühne für lokale Literaturszene

Auch bei der zweiten BonnBuch-Messe in der Beueler Brotfabrik erwartet Verleger Hans Weingartz große Resonanz.

Auch bei der zweiten BonnBuch-Messe in der Beueler Brotfabrik erwartet Verleger Hans Weingartz große Resonanz.

Nach dem bemerkenswerten Erfolg der ersten BonnBuch-Messe im vergangenen Jahr laden Kid Verlag und Brotfabrik am 15. Oktober von 13 bis 18 Uhr zur zweiten Veranstaltung dieser Art in die Beueler Kreuzstraße 16 ein.

Zeitgleich mit dem letzten Tag der Frankfurter Buchmesse findet die zweite Bonner Buchmesse statt. Absicht oder Zufall?

Hans Weingartz: Das Interesse an Büchern ist an diesem Tag besonders groß. Dieses Interesse möchten wir auf die Bonner Literaturszene lenken. Im vergangenen Jahr ist uns das sehr gut gelungen.

Waren Sie also mit dem Verlauf der ersten Messe zufrieden?

Weingartz: Wir haben damit gerechnet, dass in einer Stadt wie Bonn mit einem hohen Anteil an Bildungsbürgern das Interesse an Literatur hoch ist. Von dem Besucherandrang waren wir dann aber doch überrascht. Und das hat uns bestärkt, dieses Jahr eine zweite Messe zu veranstalten.

Welche Autoren sprechen Sie an, und wer kann sich beteiligen?

Weingartz: Teilnehmen können Verlage und literarische Institutionen aus Bonn und Umgebung sowie Autoren, deren aktuelles Buch in der Zeit zwischen August 2016 und Juli 2017 erschienen ist, die in Bonn und Umgebung leben oder deren Buch in einem Bonner Verlag veröffentlicht wurde beziehungsweise deren Werk inhaltlich einen Bonn-Bezug hat.

Das heißt, alle Genres werden vertreten sein? Vom Kinder- bis zum Sachbuch?

Weingartz: Im vergangenen Jahr waren vor allem belletristische Titel stark vertreten. Das wird nach meiner Einschätzung auch dieses Jahr der Fall sein. Es werden aber auch neue Sachbücher, Bildbände und Kinderbücher präsentiert.

Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie und liegen bereits die ersten Anmeldungen vor?

Weingartz: Heute schon ist die Zahl der angemeldeten Veranstalter größer als vergangenes Jahr, obwohl die Anmeldefrist noch bis zum 1. August läuft. Den Veranstaltern stehen erweiterte Ausstellungsflächen in der Brotfabrik zur Verfügung und auch der zeitliche Rahmen ist größer. Die Messe wird dieses Jahr um 13 Uhr eröffnet. Wir gehen davon aus, dass mindestens so viele Besucher kommen wie zur ersten Buchmesse.

Was zeichnet die Bonner Autorenszene aus?

Weingartz: Auf jeden Fall die Vielfalt. Es gibt eine wunderbare Mischung aus Autoren, die lokale und regionale Bezüge in ihren Texten haben, und Autoren, deren Texte den weltoffenen Charakter der Stadt widerspiegeln. Und nicht selten verbinden Autoren diese beiden Seiten.

Worauf dürfen sich die Besucher besonders freuen?

Weingartz: Es wird mehr Stände geben, die Zahl der Lesungen wird sich verdoppeln und es wird im Laufe der Veranstaltung ein gastronomisches Angebot in den Räumen der Brotfabrik geben. Ich bin mir sicher: BonnBuch 2017 wird eine spannende und unterhaltsame Veranstaltung werden, bei der sich die literarische Bonner Szene in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert und das Publikum überzeugt.