Pfarrei St. Josef

Beuel pflanzt auf Friedhof zwölf Ersatzbäume

Beuel. Die Baumkommission hat jetzt der Fällung von fünf Atlaszedern und zwei Lebensbäumen auf dem Pfarrfriedhof von Sankt Josef zugestimmt. Zwölf neue Bäume sollen als Ersatz gepflanzt werden.

Die Baumkommission der Stadt Bonn hat sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für die Fällung von fünf Atlaszedern und zwei Lebensbäumen auf dem Pfarrfriedhof von Sankt Josef in Beuel ausgesprochen. Auf Wunsch des Ausschussvorsitzenden Karl Wengenroth wurde eine Ortsbesichtigung auf dem Friedhof terminiert, um sich den aktuellen Zustand der alten Bäume ansehen zu können. Im Vorfeld gab es in der Öffentlichkeit bereits Kritik an der beantragten Fällung.

Detlev Schröter vom Amt für Stadtgrün erläuterte den Politikern, warum die Zedern nach Ansicht der Stadt Bonn fallen sollten: „Die Bäume sind sehr licht geworden, nadeln stark und haben schon zahlreiche große Äste verloren. Ein weiteres Brechen von Ästen ist wahrscheinlich.“ Wengenroth betonte, dass die Pfarrgemeinde im Zuge der Verkehrssicherungspflicht dafür verantwortlich ist, dass Bürger den Friedhof ohne Gefahr betreten können. Zwei weitere Lebensbäume, die vom Gutachter sogar die Note mangelhaft erhalten haben, werden ebenfalls gefällt.

Großstämmige Bäume sollen gepflanzt werden

Aus ökologischer Sicht ist es nach Einschätzung Wengenroths sinnvoll, die Zedern durch standortgerechte Laubbäume zu ersetzen. Einige Ausschussmitglieder baten die Verwaltung, mit der Kirchenvorstand darüber zu verhandeln, möglichst großstämmige Bäume auf dem Friedhof zu pflanzen, damit das Ortsbild nicht allzu stark verändert wird. Das sagte Schröter zu.

Für Verwirrung hat bei einigen Beuelern gesorgt, dass der Pfarrfriedhof aktuell gleich bei zwei kommunalpolitischen Themen eine Rolle spielt. Gemeint sind die von der Stadt Bonn geplante Verbreiterung der Sankt Augustiner Straße (B 56) in Höhe des Pfarrfriedhofs und die vom Kirchenvorstand beabsichtigte Umgestaltung der Friedhofsfläche. „Seit fast drei Jahren beschäftigen wir uns mit dem Umbau und der Aufwertung des Friedhofs“, sagte unlängst Hans-Erich Thomé, Vorsitzender des Bauausschusses im Kirchenvorstand. Auslöser für die Gedankenspiele sind unter anderem die veränderten Bestattungsformen und -gewohnheiten der Bürger. Aber auch die Ausstattung des Friedhofs lässt nach Ansicht des Kirchenvorstands und der Friedhofsbesucher viele Wünsche offen. Deshalb sollen die Wegeführung verbessert, Ruhezonen mit Bänken angelegt und eine Beleuchtung installiert werden.

Zedern sind in schlechtem Zustand

Während der Planungsphase der Friedhofsumgestaltung hatte sich herausgestellt, dass auch einige Bäume in die Jahre gekommen sind. Aufgrund des schlechten Zustands einiger Bäume und der möglichen Gefahr, dass Äste auf Fußgänger fallen können, hat die Kirchengemeinde bei der Stadt Bonn die Fällung von fünf blauen Atlas-Zedern und zwei satzungsgeschützten Lebensbäumen beantragt. „Wir werden selbstverständlich für alle gefällten Bäume Ersatzpflanzungen vornehmen. Und zwar sollen zwölf neue Bäume gepflanzt werden“, sagte Thomé zu. Der Zeitplan des Kirchenvorstands sieht so aus: Stimmt die Politik der Fällung der Bäume zu, dann sollen diese noch 2018 fallen.

Danach erfolgen die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Friedhofs. Ende 2019, spätestens Anfang 2020 sollen die Arbeiten, die ungefähr einen niedrigen sechsstelligen Betrag kosten, beendet sein.

Die Bezirksvertretung Beuel entscheidet am Dienstag, 25. September, ab 17 Uhr im Rathaus Beuel über die beantragte Fällung der Friedhofsbäume.