Umzug des Stadtteilzentrums

Awo Beuel sucht Abnehmer für Kleidercontainer

Die Container für Kleidung und Schuhe werden von der Awo nach dem Umzug nicht mehr gebraucht.

Die Container für Kleidung und Schuhe werden von der Awo nach dem Umzug nicht mehr gebraucht.

Beuel. Wegen eines anstehenden Umzugs werden die Altkleidercontainer der Awo Beuel nicht mehr gebraucht - sind für die Entsorgung aber viel zu schade.

Emsiges Treiben herrscht überall auf der Baustelle: Der Rohbau für das neue Awo-Stadtteilzentrum in der Neustraße ist längst fertig, das Dach ist dicht, derzeit arbeiten die Handwerker am Innenausbau. Läuft wie bisher alles nach Plan, dann wird die Awo das Gebäude ab Anfang Oktober nutzen. Die Zeit der Provisorien ist dann für alle Beteiligten endgültig vorbei.

Das gilt auch für die Kleiderstube. Denn sie musste mit Baubeginn ihren angestammten Platz räumen. Um das Angebot dennoch Aufrecht zu erhalten, erwarb die Awo zwei Gebäude aus Betonfertigteilen, die im hinteren Bereich des Grundstücks platziert wurden. „Die benötigen wir ab Herbst aber nicht mehr“, erklärt Frank Donner-Weyel, der Vorsitzende der Awo in Beuel. Nur etwa eineinhalb Jahre wurden sie genutzt. „Die Häuschen sind immer noch in einem tadellosen Zustand und für eine Entsorgung viel zu schade“, sagt er.

Daher hofft die Awo einen Interessenten für die kleinen Buden zu finden. Da sie die Container, die neu durchaus 18 000 bis 20 000 Euro kosten, günstig erhalten hat, will sie keinen Gewinn machen. „Wir wünschen uns nur, dass sie weiter genutzt werden “, so Donner-Weyel.

Neues Aufstellen der Container wäre problemlos

Die Container können problemlos abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die Kosten dafür betragen etwa 5000 Euro. Alle notwendigen Unterlagen (Maße, Untergrundvorbereitung) liegen vor. Die beiden Gebäude mit einer Gesamtgrundfläche von rund 42 Quadratmetern sind mit einem Durchgang verbunden. Ausgestattet sind sie mit Decken-Infrarotheizung, Neonröhren, Steckdosen, Türen und Fenstern. „Wir wären wirklich sehr froh, wenn eine gemeinnützige Organisation sie für ihre Arbeit nutzen würden“, sagt Donner-Weyel. Beim Preis lasse die Awo mit sich reden. „Als Verhandlungsbasis haben wir uns etwa 2000 Euro vorgestellt“, fügt er hinzu. Wer Interesse hat, der kann sich unter 02 28/42 16 87 in der Geschäftsstelle melden. „Bis spätestens Ende des Jahres müssten sie allerdings von unserem Grundstück abgebaut sein“, sagt er.

Der Neubau des Stadtteilzentrums an der Neustraße war notwendig geworden, weil das alte Domizil der Awo nicht nur zu klein, sondern vor allem nicht barrierefrei war. Ein Umbau wäre wirtschaftlich und technisch nicht vertretbar gewesen. Das neue Zentrum besteht aus zwei Gruppenräumen mit Küche, Büro und Beratungsbereich im Erdgeschoss. Im Untergeschoss wird die Kleiderstube „Jacke wie Hose“ untergebracht. In den Obergeschossen gibt es sieben Wohnungen, davon sind drei rollstuhlgerecht ausgebaut. Außerdem wird eine Wohnung geschaffen, in der bis zu vier Menschen mit Handicap leben können. Die Investitionssumme beträgt rund 2,33 Millionen Euro. Die Wohnungsbauförderung aus Mitteln des Bundes und der NRW.Bank steuert 1,65 Millionen Euro bei, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW 153 000 Euro. Die Awo trägt rund 500 000 Euro und stellt das Grundstück zur Verfügung. Das neue Stadtteilzentrum soll zum 1. Oktober nutzbar sein, die ersten Mieter werden Anfang November ihre Umzugskisten auspacken.