Ausflugstipp

Ausflug zur Osterkirmes nach Beuel

Beliebt bei Kindern ist jedes Jahr auf der Osterkirmes das Enten-Angeln. Die Eltern, wie Nora Reinert, freuen sich über den ausgelassenen Nachwuchs.

Beliebt bei Kindern ist jedes Jahr auf der Osterkirmes das Enten-Angeln. Die Eltern, wie Nora Reinert, freuen sich über den ausgelassenen Nachwuchs.

Beuel. Bei diesem Wetter ist das Rheinufer in Beuel der ideale Platz für die traditionelle Osterkirmes. Die Kinder lieben Entchen-Angeln. Auch die Eltern haben fahren gern im Karussell mit.

„Mama, ich will noch mal Break Dancen“, ruft ein Junge seiner Mutter zu. Kaum, dass die Mutter antworten kann, ist er auch schon aufgeregt davongelaufen. Der Junge möchte nicht wirklich tanzen. „Break Dance“ ist eines der zahlreichen Fahrgeschäfte auf der Beueler Osterkirmes, die seit letzter Woche Freitag geöffnet ist. Nach dem vergangenen Wochenende, an dem die Temperaturen eher zu einluden, zu Hause heiße Schokolade zu trinken als auf die Kirmes gehen, lief das Geschäft unter der Woche richtig an. Seit nun mehr als 40 Jahren begeistert die Beueler Osterkirmes, direkt am Rheinufer gelegen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene dank der vielfältigen Attraktionen gleichermaßen.

Besonders viele Besucher lockten am vergangenen Mittwoch die Aktionen des Familientags. Spätestens als am Mittag die Sonne hervorkam, flanierten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern und Großeltern über die Rheinpromenade und vergnügten sich bei vergünstigten Preisen auf den verschiedenen Fahrgeschäften. Die Kleinen fuhren Kettenkarussell, Mini-Cars, die „Kindervariante“ des Autoscooter, oder sie angelten Entchen. Die Großen probierten sich im Zielen an der Schießbude oder beim Fußball-Torschuss. Fahrgeschäfte wie die „Silbermine“ oder der „Hip-Hop-Dancer“, ein sogenannter „Scheibenwischer“, der in diesem Jahr neu in Beuel war, brachten die ganze Familie in Schwung. Für die Verschnaufpause standen mehrere Imbissstände bereit, die sowohl herzhafte Bratwurst, Pommes und Erfrischungsgetränke, als auch Süßigkeiten aus aller Welt anboten. Es gab französische Crêpes, spanische Churros und in der rheinischen „Kamellebud“ Zuckerwatte zu kaufen. Während die Preise, die in den vergangenen Jahren nicht erhöht wurden, an den übrigen Tagen zwischen etwa 2,50 und drei Euro lagen, gingen sie am Familientag bis auf zwei Euro herunter. Dennoch berichtet Wolfgang Vohl, Besitzer der Fußball-Torschuss-Bude, dass eigentlich „zu wenig Familien“ auf die Kirmes kämen. Selbst am Familientag seien die Besucher in erster Linie Jugendliche. Die Tradition, dass die ganze Familie einen Ausflug auf die Kirmes macht, gehe immer mehr verloren.

Beim Torschuss ist die Aufgabe, den Ball wie bei einem Elfmeter direkt aufs Tor zu schießen und dabei möglichst genau in den Winkel zu treffen. Die Genauigkeit des Schusses wird elektronisch gemessen. „Das kann das Kind eigentlich genau wie die Oma oder der Opa machen“, so Vohl. „Spaß daran haben alle“. Aber er scheint recht zu haben, dass letztlich nicht alle mitmachen. Der junge Mann, der gerade zum Torschuss ansetzt, wird von seinen zwei kleinen Töchtern zwar lautstark angefeuert. Selbst schießen möchten die beiden aber nicht.

„Es stimmt schon, dass wir nicht alle alles machen, aber es geht ja auch darum, etwas zusammen zu unternehmen“, sagt Stephan. Der junge Vater verbringt mit seinen Kindern den Nachmittag auf der Kirmes. „Beim Entchen-Angeln habe ich nur zugeschaut, aber ich freue mich darüber, dass die Kinder Spaß haben“. Es sei selbstverständlich, dass nicht jedes Fahrgeschäft für alle Altersklassen geeignet ist, das gehe mit der Vielfältigkeit der Attraktionen einher. Dass insgesamt vor allem Jugendliche da sind, ist für ihn in Ordnung.

Die Kirmes ist Samstag von 14 bis 20 Uhr, Ostersonntag von 11 bis 22 Uhr und Ostermontag von 11 bis 20 Uhr geöffnet.