50 Jahre Kardinal-Frings-Gymnasium

Aus Sven-Ole Frahm ist ein bekannter Künstler geworden

Schulleiter Bernhard Hillen und die Schülerinnen Christina (l.) und Vanessa überreichen dem ehemaligen Schüler und Künstler Sven-Ole Frahm eine Bleistiftzeichnung aus seiner Schulzeit.

Schulleiter Bernhard Hillen und die Schülerinnen Christina (l.) und Vanessa überreichen dem ehemaligen Schüler und Künstler Sven-Ole Frahm eine Bleistiftzeichnung aus seiner Schulzeit.

LIMPERICH. Ein Gymnasium, das 50 Jahre alt wird, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einige bekannte Menschen hervorgebracht. So hat auf dem Kardinal-Frings-Gymnasium (KFG) in Limperich Fabian Thülig, der in Bonn von den Telekom-Baskets bekannte Basketballprofi, sein Abitur gemacht.

In Fußballerkreisen ist sicher Jan-Ingwer Callsen-Bracker bekannt, der beim FC Augsburg sein Geld in der Bundesliga verdient. Markus Kurth ist vielleicht den Politikinteressierten bekannt, denn er sitzt bereits seit 2002 für Bündnis90/Die Grünen im Bundestag. Wer kennt jedoch Sven-Ole Frahm, einen freischaffenden Künstler, der heute in Berlin lebt? Doch gerade er war es, den die Schulleitung zu einem Kunstabend anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums eingeladen hatte.

Ohne den Bekanntheitsgrad der drei erstgenannten Absolventen schmälern zu wollen, muss man konstatieren, dass es Sven-Ole Frahm als Künstler zu Weltruhm gebracht hat. Denn nicht nur in Berlin oder Düsseldorf hat er bisher ausgestellt, sondern auch in Amsterdam, Paris, London und New York. "Ich beschäftige mich mit Formen und Inhalten der gegenstandslosen Kunst in unserer heutigen Zeit." Mit diesen Worten begann er eine Präsentation seiner Werke und seiner Ausstellungen. Seine Bilder hätten auch keine Erzählfunktion, ergänzte er.

Obwohl Sven-Ole Frahm der Stargast dieses Kunstabends war, so war die Ausstellung der Schülerarbeiten nicht minder interessant. Gut 50 aktuelle Kunstwerke aus allen Klassenstufen, so Daniela Leiter, die Fachbereichsleiterin Kunst, wurden rund um das Atrium der Schule präsentiert. Doch der wahre Schatz, den die Schule beherbergt, sind alle gesammelten Schülerarbeiten von 1965 bis heute, entweder nach Namen, Klassen oder Themen sortiert.

Ein schier unglaublicher Fundus an Werken, akribisch gesammelt und für diesen Kunstabend aus der Schatzkammer geholt. Darunter war auch ein Werk, das der Schüler Frahm gezeichnet hatte: eine Bleistiftzeichnung von Blechdosen. Dieses Bild wurde ihm nun als Dank für seinen Besuch von Dr. Gabriele Wix, seiner ehemaligen Kunstlehrerin, übergeben.

Nicht nur Bilder und Skulpturen wurden bei diesem Festakt gezeigt, auch ein Film wurde vorgeführt. "Der Feuervogel", ein Fantasiefilm, der in einer Projektwoche entstanden ist. Lukas Eyermann aus der 8a ergänzte dies um den Hinweis, dass das Filmteam diesen Kunstabend aufzeichnet, um daraus, zusammen mit den anderen gefilmten Jubiläumsaktivitäten, einen Dokumentarfilm zu erstellen. Noch einen Festakt im Dezember müssen er und sein Team filmen, dann kann das Festjahr nicht nur als Jahrgangs-Chronik gelesen, sondern auch im Film betrachtet werden.