Rheinaustraße in Beuel

27 neue Wohnungen in bester Lage

Noch ist nichts zu sehen, doch bald entstehen auf den beiden Grundstücken an der Rheinaustraße neue Wohnhäuser.

Noch ist nichts zu sehen, doch bald entstehen auf den beiden Grundstücken an der Rheinaustraße neue Wohnhäuser.

BEUEL. Auf den Grundstücken 160 und 162 an der Rheinaustraße entstehen neue Wohnhäuser mit Blick auf den Rhein. Beim Bau achten die Planer an eine dem Ort gerechte Architektur und die Verknüpfung mit der Historie.

Auf der Großbaustelle Ecke Steinerstraße/Rheinaustraße geht es los: Der erste Bagger steht auf dem Grundstück und seit Kurzem gibt es Bewegung. Auf der leeren Fläche wird es bald neue Gebäude geben. Denn fast zeitgleich wird auf den Grundstücken 160 und 162 gebaut.

Bei der Nummer 162 sind die Arbeiten nun gestartet. „Dort entstehen zehn Wohnungen in gehobenem Baustandard“, sagt Architekt Rainer Grotegut. Das Haus werde mit großen Loggien zur Rheinseite versehen sein.

Aus Hochwasserschutzgründen wird das Erdgeschoss als Garagengeschoss ausgebaut. Das Gebäude wird einen Aufzug haben und in energieoptimierter Bauweise mit Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaikanlage auf dem Dach entstehen. Es werden ausschließlich Miet- und keine Eigentumswohnungen gebaut, erklärt der Bonner Architekt.

Das Obergeschoss des Gebäudes werde ein Staffelgeschoss sein. „Wir haben den Bau so konzipiert, dass er in die Rheinaustraße passt und von der Straße her nicht so mächtig erscheint“, sagt Grotegut. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

Wohnungen mit Rheinblick

Nebenan soll es auch bald losgehen. Auf dem Gelände der Familie Andernach liegt die Planung in den Händen des Bonner Architektenbüros Pilhatsch. Dort soll ein Mehrfamilienhaus mit 17 Wohnungen entstehen. „Das Gebäudevolumen wird durch vertikale Fugen in vier Baukörper gegliedert. Die kleinteilige Staffelung entlang der Rheinaustraße spiegelt den Charakter des Ortes wieder. Außerdem dienen die Fugen der Belichtung und natürlichen Belüftung der Treppenhäuser und der innenliegenden Badezimmer“, sagt der Projektleiter Georg Glaubitz. „Wir haben die Konstruktion so gewählt, dass der Bau optisch nicht erschlägt.“

Alle Wohnungen würden nach Wunsch der Bauherren, der Familie Andernach, eine Sicht auf den Rhein haben. „Es werden überwiegend große Wohnungen entstehen mit 120 bis 130 Quadratmetern Größe, sowie drei kleinere“, sagt Glaubitz. Es handelt sich um ein Haus in Massivbauweise mit Geothermie.

Das Gebäude wird übrigens „Dreizack Haus“ heißen. „Der Dreizack ist bereits seit Generationen verbunden mit der Familie und bedeutet für uns Geschichte und Beständigkeit am Beueler Standort. Somit möchten wir mit dem neuen Objekt an die lokale Historie anknüpfen“, berichtet Evelyn Andernach.

Der Dreizack war das Logo der Firma A.W. Andernach GmbH & Co. KG. Berühmt war die Beueler Firma, deren Werk an der Maarstraße stand, für die „Bonner Schindeln“. August Wilhelm Andernach hatte das Unternehmen 1888 gegründet, mehr als 100 Jahre prägte es die Beueler Industriegeschichte.

Auf dem Schornstein der Firma für Dachbaustoffe war ein Dreizack positioniert. Aus diesem Grund wollen die Bauherren auch auf dem Grundstück des neuen Baus einen Dreizack aufstellen.