Rockcamp der Popfarm

20 Kinder und Jugendliche machen "ihr Ding"

Mit viel Begeisterung spielen und singen die Kinder und Jugendlichen die Stücke, die sie im Rockcamp einstudiert haben. FOTO: HORST MÜLLER

Mit viel Begeisterung spielen und singen die Kinder und Jugendlichen die Stücke, die sie im Rockcamp einstudiert haben.

BEUEL. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, ein Rockstar zu sein? Für 20 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 14 Jahren wurde jetzt dieser Traum wahr. Ermöglicht hatte dies der Kulturrucksack NRW 2015 mit dem dritten Popfarm-Rockcamp.

Kulturrucksack, das sind die, die unter anderem solch ein Projekt sponsern, Popfarm ist die Schule für Rock- und Popmusik, die über entsprechende Lehrer verfügt und Rockcamp bedeutet eine Woche üben und lernen.

Unterrichtet wurden die Jugendlichen von Profis im vollen Programm, das zu einem Popkonzert gehört. Das sind Band, Sänger, Tänzer, Textschreiber, Organisatoren und Medienfachleute. Die Jugendlichen konnten zwei Bereiche bei ihren Anmeldungen angeben und wurden dann ihren Einsätzen zugewiesen.

Das Thema in diesem Jahr bei der dritten Durchführung war "Hip- Hop". "Bei uns lernt man nicht nur, mit dem Instrument umzugehen, sondern auch wie man alles umsetzt, wo man was umsetzen kann und das ganze Drumherum", erläuterte Michael Kernbach, der Leiter des Projektes. Die Songs für diese Woche hatte Simon Grohe, ein Hip-Hopper zur Verfügung gestellt. Auf dieser Basis wurden von den Kindern Texte geschrieben, Songs einstudiert und umarrangiert sowie die Tanzchoreografie zusammen mit Brigitte Brecherwitz, Tanzcoach bei DSDS, erarbeitet.

Von Elias war zu hören, dass er Glück hatte und mitspielen durfte. Zwar hat er bereits seit einigen Jahren Erfahrung mit Keyboard und Bassgitarre, aber jetzt spielte er erstmals in einer Band und war entsprechend aufgeregt. "In dieser Woche habe ich gelernt, besser Bass und besser Keyboard zu spielen", berichtete er vor dem Abschlusskonzert.

Bella wäre gern beim Gesang gewesen. Doch sie kam in die Videogruppe und hat dabei sehr viel Spaß gehabt und viel Neues gelernt. Denn ihre Gruppe durfte unter professioneller Anleitung Filme von der gesamten Arbeitswoche erstellen, die als Videoblog sowohl bei You-Tube als auch bei Facebook täglich zu sehen waren. "Im nächsten Jahr", so sagt sie, "bin ich wieder dabei."

Trotz aller Aufregung, die konzentrierte Arbeit hatte sich gelohnt. Beim Abschlusskonzert im Jugendzentrum "Flax" konnten Familienangehörige und Freunde staunen, was die musikalische Jugend in dieser kurzen Zeit erarbeitet hat. "Ich mach mein Ding" hieß ein Song, den die jungen Künstler spielten. Sie alle hatten im wahrsten Sinne des Wortes "ihr Ding" in dieser Woche gemacht.