Festkonzert

103 Musiker sorgen für ein mächtiges Klangbild

Ist weit über die Bonner Stadtgrenzen hinaus bekannt: das Symphonische Blasorchester des KFG.

LIMPERICH. Das Symphonische Blasorchester am Kardinal-Frings-Gymnasium feiert sein 30-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert in der Aula.

Für sein erstes Konzert hatte der aus gerade mal zwölf Musikern bestehende "Bläserkreis", wie das Symphonische Orchester des Kardinal-Frings-Gymnasiums bei seiner Gründung 1982 noch hieß, noch kein eigenständiges Plakat: Er war auf einem Konzertaushang des Bläserensembles Godesberg erwähnt.

Heute gibt das KFG-Orchester den Ton an: Es besteht aus 103 Musikern, hat etwa 30 Auftritte im Jahr und ist auch über die Bonner Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit einem Festkonzert feiert das Ensemble nun seinen 30. Geburtstag.

Genauso lange ist auch Orchestergründer Andreas Berger als Musiklehrer an der Schule. "Als ich hierhin kam, gab es zwei Blockflöten und eine Triangel", scherzt er. "Ich war der erste KFG-Schüler, der als Lehrer wieder zurückgekommen ist." Man habe nicht gezielt nach jemandem gesucht, der ein Ensemble gründet. "Aber man wusste wohl, dass ich etwas lostreten würde."

Dabei hätten ihm seine guten Verbindungen zum Förderverein der Schule geholfen. "Ohne den geht so etwas nicht. Der Verein stellt immer wieder Gelder zur Verfügung, um neue Instrumente zu kaufen." Er finanziere auch die Anschaffung von einheitlicher Kleidung für Auftritte und Karneval.

Diese Unterstützung gab es von Anfang an, und dadurch wuchs das Ensemble schnell an. 1982 hatte Berger zwei Instrumentallehrer an seiner Seite, darunter Erhard Rau, bekannt als Trompeter der Stunksitzung-Kombo "Köbes Underground", der nach wie vor im Gymnasium mithilft. Heute sind es 25 Lehrer. Aus dem Blasorchester sind inzwischen acht weitere Musikgruppen der Schule hervorgegangen, darunter ein Kammerorchester, eine Big Band und jüngst das Ensemble "Druckluft" unter Leitung von Rau.

Die Musiker des Symphonischen Blasorchesters stellen beim Bonner Rosenmontagszug immer die mit Abstand größte Musikgruppe. Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Staates Israel spielte das Ensemble mit einem Orchester von dort. Bei einem Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich, noch unter Berti Vogts Führung, spielte das Blasorchester die Nationalhymnen.

Jährlich gibt es zudem eine Fahrt nach Innsbruck - tagsüber Skifahren, abends wird geprobt. "Blow and snow" heißt das. Berger übt samstags mit dem Blasorchester, freitags mit dem Kammerorchester, montags mit der Big Band und mittwochs mit dem Renaissance-Bläserensemble. Da geht viel Freizeit flöten, im wahrsten Sinne. "Man muss Idealismus mitbringen", sagt Berger.

Anlässlich des runden Geburtstages des Blasorchesters treten am heutigen Samstag ab 11 Uhr sämtliche Musikgruppen im KFG, Elsa-Brändström-Straße 71, auf. Das Blasorchester spielt ab 12.30 Uhr in der Aula unter anderem die anspruchsvolle "Ouverture 1812" von Tschaikowski, Rossinis "Wilhelm Tell Overture", Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" und "Choral and Rock-Out" von Huggens mit furiosem Schlagzeug-Solo zum Abschluss.